Eine 45-jährige Frau aus Neuss, ein 67-jähriger Mann aus Grevenbroich und ein 70-jähriger Mann aus Dormagen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer kreisweit auf 300. Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 1 154 Personen (Vortag: 1 131) eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 56 (Vortag: 56) in einem Krankenhaus. Kreisweit 12 787 Personen (Vortag: 12 730) sind wieder von der Infektion genesen. Insgesamt 66 726 Personen (Vortag: 64 940) haben im Impfzentrum und durch den mobilen Impfdienst des Rhein-Kreises Neuss bislang eine Impfung und 21 993 (Vortag: 21 365) bereits die Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) liegt für den Rhein-Kreis Neuss bei 131,1 (Vortag: 127,1). Unter den im Kreisgebiet aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen ist bei 721 Fällen (Vortag: 643) die britische Viruslinie B.1.1.7 und bei 28 Fällen (Vortag: 27) die südafrikanische Viruslinie B 1.351 nachgewiesen. Hierbei gibt es aktuell keinen Hot-Spot. Der Rhein-Kreis Neuss untersucht seit Ende Januar alle in den Testzentren Neuss und Grevenbroich sowie durch die mobilen Testteams entnommenen positiven Corona-Tests auf ihre Sequenzierung.

Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss seit Pandemie-Beginn 14 241 (Vortag: 14 158) Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Von den aktuell 1 154 Infizierten gehören 213 der Gruppe der unter 20-Jährigen an. Zurzeit sind 2 211 Personen (Vortag: 2 209) als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Die derzeit mit dem Coronavirus infizierten Personen verteilen sich wie folgt auf die Städte und die Gemeinde im Kreis:

Neuss: 394 (Vortag: 390)

Grevenbroich: 176 (Vortag: 167)

Dormagen: 251 (Vortag: 257)

Meerbusch: 113 (Vortag: 106)

Kaarst: 90 (Vortag: 85)

Korschenbroich: 50 (Vortag: 47)

Jüchen: 48 (Vortag: 47)

Rommerskirchen: 32 (Vortag: 32)

Die Infektionszahlen sieht Landrat Hans-Jürgen Petrauschke auf einem deutlich zu hohen Niveau. „Wir müssen die bestehenden Vorsichtsmaßnahmen aufrechterhalten. Es gilt, alle nicht unbedingt nötigen Kontakte zu vermeiden und die Hygieneregeln streng einzuhalten. Insbesondere mit Blick auf die Virusmutationen ist es dringend erforderlich, die Zahl der Neuinfektionen abzusenken, um dauerhaft eine Überlastung des Gesundheitssystems ausschließen zu können und Menschenleben zu schützen“, erklärt Petrauschke. Auch weiter fortschreitende Impfungen dürfen nicht dazu verleiten, in der Einhaltung der Regeln nachlässig zu werden“, appelliert der Landrat an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Der Landrat bittet, weiter die bekannten Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen: „Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand, achten Sie auf Handhygiene, tragen Sie eine Maske, wenn ein ausreichender Abstand nicht gewährleistet werden kann und lüften Sie regelmäßig in geschlossenen Räumen. Konsequente Sorgfalt gilt auch im Umgang mit Menschen, die auf besonderen Schutz angewiesen sind und vertrauen, wie Seniorinnen und Senioren, ob im privaten Umfeld oder in Einrichtungen. Nur in größtmöglicher Solidarität können wir gemeinsam gegen die Ausbreitung des Coronavirus angehen.“


Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 10 – 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen und weitere Statistiken finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.