Auf die Cents hinter dem Komma bei der Gehaltsabrechnung verzichten und sie stattdessen für gute Zwecke spenden: Was für die einen am Ende des Monats kaum spürbar ist, kann für andere die Welt verändern – besonders wenn viele mitmachen. Durch die Restcent-Spendenaktion der St. Augustinus Gruppe sind allein im vergangenen Jahr 17.206,56 Euro zusammen gekommen, rund 1.500 Mitarbeiter hatten sich beteiligt.

„Das ist ein großartiges Ergebnis. Mit dem Geld konnten wir gleich mehrere Projekte ankurbeln oder weiterführen und so sehr vielen Menschen in Burundi helfen“, freut sich Christina Deselaers, Managerin Corporate Social Responsibility. Beispielsweise konnte mit den Restcent-Spenden das tägliche Schulfrühstück für 342 Kinder und Jugendliche im Lycée St. Augustin in Gitaramuka gesichert werden. Dadurch seien im vergangenen Jahr die Leistungen der Schüler insgesamt verbessert worden. Unterstützung gab es außerdem in besonderem Maße für zwei Schülerinnen, die erst kürzlich zu Vollwaisen geworden sind. Durch die Spendensumme konnte ihr Schulgeld bezahlt werden. Denn eine gute Bildung ist ihre beste Chance für eine gesicherte Zukunft.

Aber auch viele bedürftige Familien profitieren von den Spenden. Mit Saatgut konnten sie vor einer Hungersnot bewahrt werden. Denn aufgrund der großen Trockenheit im Jahr 2018 sind die Ernten in großen Teilen Burundis sehr spärlich ausgefallen. Viele Familien hatten nicht genug Gemüse, um davon leben zu können und verkauften in ihrer Not ihr Saatgut, das eigentlich für das Jahr darauf vorgesehen war, um sich so die nötigen Lebensmittel leisten zu können. Doch nun standen diese Menschen vor einem neuen Problem, da sie nichts mehr hatten, womit sie die Felder für die nächste Ernte bestellen konnten. Mit einem Teil der Restcent-Spendensumme konnte diese Lücke geschlossen werden. Die bedürftigen Familien erhielten Saatgut für Kohl-, Möhren-, Bohnen- und Zwiebelsorten, die in Burundi besonders gut wachsen. „Ein paar Cent, die wir jeden Monat entbehren, bewirken für andere Menschen so viel. Deshalb werden wir unsere Restcent-Aktion fortsetzen, um so noch mehr bewegen zu können“, verspricht Christina Deselaers