Wirtschaftsforum zur Präsidentschaftswahl in den USA

Die Auswirkungen der Präsidentschaftswahl in den USA auf die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland standen jetzt im Fokus eines Wirtschaftsforums mit 150 Gästen im Forum der Sparkasse Neuss. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Sparkasse Neuss, der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft  Neuss, dem Außenhandelsverband Nordrhein-Westfalen sowie der Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreis Neuss.

Die Referenten Michael R. Keller, Generalkonsul der USA, und Markus Feldenkirchen, politischer Journalist des „Spiegel“, gaben ihre Einschätzungen zu den Zukunftsmöglichkeiten unter der Perspektive der beiden Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton sowie Donald Trump ab. Während Keller eine Spaltung zwischen der Politik und der Bevölkerung im Wahlkampf im Land feststellte, nahm Feldenkirchen einen Vergleich der beiden Präsidentschaftskandidaten vor. Dabei stellte er jeweils die Vor- und Nachteile der Präsidentschaftskandidaten bezogen auf die Wirtschaft, aber auch auf die innenpolitischen Herausforderungen dar. Die Ausrichtungen für die USA könnten dabei laut Feldenkirchen nicht unterschiedlicher sein. Während die USA unter Clinton stärker in das Weltgeschehen eingreifen würde, würden sie sich unter Trump mehr abschotten. Daneben hätte eine Präsidentin Clinton eine Signalwirkung an alle Frauen, denn sie wäre die erste Präsidentin der USA.
Den Vorträgen schloss sich eine Podiumsdiskussion mit Markus Feldenkirchen, UPS Deutschland-Chef Frank Sportolari sowie Axel Hebmüller von der Hebmüller SRS Technik GmbH aus Kaarst an. Sportolari sieht bei Trump die Abschottung der USA als Hindernis für Schaffung von Arbeitsplätzen an. Hebmüller führte aus, dass die Wirtschaft mächtiger ist als ein Präsident, unabhängig von der Person. Er sieht ein Risiko, dass die Wirtschaft der USA nicht wächst und dadurch Stillstand herrscht. Beide merkten zudem an, dass der Ausbau der Infrastruktur eine wichtige Aufgabe für den nächsten Präsidenten wird. „Die Förderung und Sicherung des Wohlstands sowie der Erhalt der Arbeitsplätze stehen ganz oben auf der Agenda des Rhein-Kreises Neuss. Dabei ist der Außenhandel ein wichtiger Faktor und daher auch Schwerpunkt unserer Wirtschaftsförderung. Dieses Ziel kann nur durch Kooperationen erreicht werden, nicht durch Abschottung“, zog Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ein Fazit.

Der Rhein- Kreis Neuss ist ein stark international geprägter Wirtschaftsstandort mit einer Exportquote von über 55 Prozent und mehr als 2.500 ausländischen Unternehmen. Die Kreiswirtschaftsförderung unterstützt Unternehmen bei ihrem Weg zu ausländischen Märkten sowie internationale Unternehmen bei der Niederlassung im Rhein-Kreis Neuss.

Kommentare sind geschlossen.