9,2 Prozent der Beschäftigten in der Kreisverwaltung waren im vergangenen Jahr schwerbehindert. Mit dieser vorbildlichen Quote liegt die Kreisverwaltung nicht nur deutlich über der gesetzlichen Vorgabe von 5 Prozent. Sie hat sich in den letzten Jahren auch deutlich gesteigert: 2013 waren 7,98 Prozent der Mitarbeiter schwerbehindert. Dies geht aus dem Bericht hervor, den das Personalamt des Rhein-Kreises Neuss vorgelegt hat. Insgesamt 98 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kreisverwaltung sind schwerbehindert.

Landrat und Personaldezernent Hans-Jürgen Petrauschke betont: „Diese Zahlen belegen, dass wir unserer Vorbildfunktion als Arbeitgeber weiterhin mehr als gerecht werden. Uns liegt viel daran, schwerbehinderte Menschen ins Arbeitsleben zu integrieren. Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben einer von Verständnis und gegenseitigem Respekt getragenen Gesellschaft.“ Bei der Integration im Betrieb komme es darauf an, Arbeitsbereiche anzupassen, Aufgabenfelder maßgerecht auf den schwerbehinderten zuzuschneiden und Büros entsprechend auszustatten. Zum Hintergrund: Jeder Betrieb mit mehr als 20 Mitarbeitern muss 5 Prozent Schwerbehinderte beschäftigen oder eine Ausgleichsabgabe zahlen. Im Vergleich zum gesamten öffentlichen Dienst in NRW, der aktuell eine Schwerbehinderten-Beschäftigungsquote von 7,1 Prozent aufweist, liegt diese Quote in der Kreisverwaltung überdurchschnittlich hoch.
 
Der Rhein-Kreis Neuss stellt nicht nur schwerbehinderte Menschen ein, er vergibt auch zahlreiche Aufträge an anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderung. So wurden 2018 Aufträge im Wert von mehr als 77.000 Euro erteilt.