Überregionales Interesse an der Nachtwanderung durch das Grevenbroicher Wildgehege

Der Vorstand der SDW Grevenbroich bot im Sommer 2015 erstmalig Kindern, deren Eltern und Großeltern die Möglichkeit zur Nachtwanderung durch das Grevenbroicher Wildgehege. das Angebot zum Publikumsrenner. „Mit dem inzwischen vierten Termin am vergangenen Wochenende haben wir die lange Warteliste abgearbeitet“, so Johannes Frommen, 1. Stellvertretender Vorsitzender und Initiator der Nachtwanderung. Während die Teilnehmer der ersten Wanderung nahezu ausschließlich aus SDW-Mitgliedern bestanden, nahmen an der jetzigen Wanderung auch viele Interessierte aus den Ortschaften außerhalb von Grevenbroich und aus dem benachbarten Erftkreis teil.

Drei Wanderungen hat Waldpädagoge und Jäger Hartmut Riedel mit der „Rollenden Waldschule“ der Kreisjägerschaft Neuss, einem Anhänger, in dem die heimischen Wildarten ausgestellt sind, unterstützt. Nach der Begrüßung auf dem Forsthof durch Martina Koch, der Vorsitzenden des Ortsverbands, und Riedels Einleitung mit Tierstimmen, Wildtier-Präparaten und -Fellen schlossen sich fast siebzig Kinder und Erwachsene beim „vorläufig letzten Termin“ den SDW-Vorständen an. „Aber bitte ohne Taschenlampe, ohne Klingeln des Mobiltelefons und ohne Unterhaltung“, forderte Johannes Frommen seine großen und kleinen Begleiter auf.
Über einen kleinen Umweg durch die Kaiserallee gelangten die Wanderer an das Gehege des rehähnlichen Damwilds. Die SDW-Begleiter leuchteten mit speziellen Taschenlampen in das Gatter. Wenig scheu, eher ratlos betrachteten die Tiere die seltsamen Zweibeiner auf der anderen Seite des Zauns, die im Dunkeln mal eben vorbeischauten. Die nächste Station des Marsches war das Muffel-Gehege. Hier hielt die Herde dann doch einen größeren Abstand zu den nächtlichen Besuchern. Gegenüber befindet sich der Bereich der Sika-Hirsche. Die im vergangenen Jahr mächtig gewachsene Herde war schon fast zutraulich. Weiter ging ‘s vorbei an Enten und Gänsen, den Dexter-Rindern und den Eseln hin zur Grillhütte, in der Frommen mit den Kindern lebhaft die Frage diskutierte, ob Tiere schlafen müssen und wie sie es tun.
Wieder auf dem Forsthof angelangt, bedankten sich Johannes Frommen und seine Kollegen vor allem bei den Kindern für das Interesse und schenkten ihnen zum Andenken an diese ungewöhnliche Nacht eine kleine Nordmanntanne, die sie hegen und großziehen mögen, um sie dann nach vier bis fünf Jahren im Wildgehege einzupflanzen.

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