Tiere nicht spontan zu Weihnachten verschenken

Hundewelpen oder Katzenbabys sind vom Umtausch ausgeschlossen. Zu Weihnachten sollten sie nur verschenkt werden, wenn alle Fragen rund um die spätere Pflege des Haustiers geklärt sind.

Dr. Frank Schäfer, Leiter des Kreisveterinäramtes, rät beim Kauf lebender Haustiere zu besonderer Umsicht: „Einerseits profitieren Kinder mit Sicherheit davon, mit Haustieren aufzuwachsen. Andererseits kann eine häufig unüberlegte Anschaffung für Mensch und Tier ernste Folgen haben.“ Seine Erfahrung: Die neuen Tierbesitzer sind schnell überfordert, da die Haltung eines Tieres neben Spaß und Freude auch immer eine große Verantwortung bedeutet. Deshalb sollten folgende Fragen geklärt werden, bevor ein Tier ins Haus kommt: Wer kümmert sich darum, dass der neue Mitbewohner bewegt, gepflegt und gefüttert wird? Wer säubert das Gehege, den Käfig oder das Katzenklo und bringt das Tier bei Bedarf zum Tierarzt? Wer ist im Urlaub zuständig? Die Experten vom Veterinäramt des Rhein-Kreises Neuss haben in den letzten Jahren häufig erlebt, dass nicht erwünschte Tiere nach Weihnachten in den Tierheimen abgegeben werden.
Jeder, der sich für ein Tier entscheidet, sollte bedenken, dass manche Haustiere ein stattliches Alter erreichen können. So werden Papageien oder Schildkröten mehrere Jahrzehnte alt. Auch eine Katze kann bis zu 20 Jahre alt werden. Wichtig ist darüber hinaus die Frage: Passen Mensch und Tier überhaupt zueinander? Hamster sind zum Beispiel für Kinder nicht unbedingt geeignet, weil sie nachtaktiv sind. Die Vertreter des Veterinäramtes empfehlen, sich vor dem Haustierkauf darüber zu informieren, wie hoch die laufenden Kosten sind. Hilfe bei der Beantwortung all dieser Fragen geben unter anderem Tierheime, Fachverbände und auch Fachbücher.

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