Tapfere Ritter auf Nachwuchssuche

Bevor die Ritter am ersten Maiwochenende (1. bis 3. 5. 2015) im RennbahnPark Neuss das erste Mal zum Turnier in den Pferdesattel steigen, haben sie  allerhand Vorbereitungen zu erledigen. Früher wurden für solche Arbeiten gern Knappen eingesetzt, doch wie überall in Deutschland im 21. Jahrhundert ist auch im Mittelalter die Nachwuchssituation nicht rosig. „Die Knappen werden immer knapper“, so Ritter Karl der Kahle alias André Pede. „Das ist wie beim Bäcker. Du findest kaum noch Azubis.“

Die Knappen haben das Rüstzeug des Ritters zu pflegen und müssen sich um dessen leibliches Wohl kümmern. Im Gegensatz zum Mittelalter, als eine Karriere als Ritter nur den Adligen vorbehalten war, können  sie heutzutage mit etwas Geschick, Mut und ein paar Reitkünsten schnell aufsteigen. Doch Nachwuchs ist kaum in Sicht und die letzten noch lebenden Ritter um Karl den Kahlen & Co sind bald an die fünfzig. So musste Ritter Karl im Winter sehr zu seinem Bedauern selbst Lappen und Pflegemittel zur Hand nehmen. „Da bleibt einem nur das Wienern, damit Helm und Harnisch zum Turnier richtig blitzen. Und die Hoffnung, dass sich eines Tages ein mutiger Knabe meldet oder Eltern einen loswerden wollen“ so Ritter Karl augenzwinkernd.

Mit dem Turnier am ersten Maiwochenende im RennbahnPark in Neuss endet die Beschaulichkeit des Winters. Die Herausforderung steht: nan muss die eigene Lanze am Schild des Gegners  zerbrechen und dabei selbst im Sattel bleiben. Wer vom Pferd fällt hat gleich verloren und wird vom Platz geschleift. Nur einer kann im Ritterturnier am Ende der Sieger sein. An den Abenden des 1. und 2. Mai dürfen sich die Zuschauer zudem auf eine imposante Feuer- Reitshow freuen.

Darüber hinaus erwartet die Turnierbesucher ein sehr unterhaltsames Begleitprogramm: fliegende Messer, Äxte und Pfeile, laute Trommeln und Dudelsäcke, lärmende Gaukler und übermütige Komödianten, ein Karussell – es gibt immer eine Menge zu bestaunen im Getümmel des RennbahnParks. Bands mit klangvollen Namen wie „Scherbelhaufen“ oder „Wohlgemut“ treten auf, die „Sandsacks“ spielen ein Irish- Folk- Konzert am Samstag, über 100 Ritter zeigen in und vor ihren Zelten, wie einfach das mitttelalterliche Leben einst von statten ging.

 

Öffnungszeiten:
Freitag (1. Mai) und Samstag (2. Mai) von 11- 22 Uhr | Sonntag (3. Mai) von 11- 19 Uhr.

Eintritt:
9,00 Euro für Erwachsene (2 Euro weniger zahlen historisch gewandete Gäste)
5,00 Euro für Kinder
Familien und Alleinerziehende zahlen nur für das erste Kind, für alle weiteren und für Kinder im Vorschulalter ist der Eintritt frei

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