Schüler aus Reading macht Praktikum bei der GWG

Luka Nakata (16) verbrachte zwei Wochen in Grevenbroich, um seine Großmutter und den Onkel Markus Tappe zu besuchen und bei der GWG Grevenbroich ein Praktikum zu absolvieren. Sonntags schaute er sich mit seinen Verwandten die Ausstellung der GWG zu deren 90. Geburtstag in der Villa Erckens an. 

„Bei der GWG hat schon mein Opa gearbeitet und mein Onkel arbeitet dort im Lager“, erzählt der Schüler, der in Reading in der Nähe von London die Schule besucht. Geboren wurde Luka in Tokio, wo seine Mutter Ulrike und ihr Ehemann Keiichi lebten, ehe sie mit Luka und seinem drei Jahre älteren Bruder Joschka in die Nähe von Karlsruhe zogen. Von da ging es 2007 nach Reading, wo Ulrike Tappe-Nakata als Lehrerin arbeitet und ihr Mann als Professor an der Uni beschäftigt ist. Seitdem kommt die Familie meist zu Weihnachten in die Heimat der Mutter. In England fühlt sich Luka zu Hause und obwohl Deutsch seine Muttersprache ist, braucht er in Deutschland fürs flüssige Sprechen ein bisschen Zeit, „um warm zu werden“. Sowohl hier als auch in England sprechen in den letzten Monaten viele Menschen vom Austritt Englands aus der Europäischen Union und spekulieren über die damit verbundenen Konsequenzen. Obwohl Luka kein sonderlich politischer Mensch ist, hält auch er vom Brexit nicht viel. „Ich habe, wie mein Bruder, einen deutschen und einen japanischen Pass. Jetzt brauchen wir vermutlich einen englischen“, erzählt der Schüler skeptisch. Trotzdem sei England auf jeden Fall seine Heimat, in der er sich auf zukünftig sieht. „Aber wie es für Leute mit fremden Pässen weitergehe, das weiß zur Zeit keiner wirklich“, meint der 16-Jährige.
Sein Aufenthalt in Grevenbroich sei sehr nett. „Aber manchmal fehlt mir das Fußballspielen mit meinen Freunden oder draußen mit den Hunden zu spielen“, erzählt er weiter. Bei der GWG hat er in das Bestellwesen, die Planung und das Lager schnuppern dürfen. „Und bevor meine Zeit hier zu Ende geht, darf ich vielleicht das Schlossbad sehen“, freut sich Luka.

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