Rhein-Kreis Neuss präsentierte erste „FuckUp-Night“

„Aus Fehlern lernt man mehr“ lautete jetzt der Titel der ersten „FuckUp Night“ im Rhein-Kreis Neuss. Veranstalter waren die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss und das StarterCenter NRW. Die „FuckUp Nights“ kommen aus Mexiko und entsprangen der Idee vier befreundeter Unternehmer. In gemütlicher Atmosphäre tauschten sie sich über ihre Misserfolge und gescheiterten Projekte aus. Die Idee hat sich schnell verbreitet und wurde zu einer weltweiten Bewegung.

Jetzt redeten drei mutige Sprecherinnen und Sprecher vor 200 Besuchern im „Gare du Neuss“ über ihre Projekte, die gescheitert sind, und ließen Gründungswillige, Gründer, Unternehmer oder bereits Gescheiterte an ihren Erfahrungen teilhaben. Im Nachgang folgte eine Frage- und Diskussionsrunde. Kreisdirektor Dirk Brügge ist vom neuen Format überzeugt: „Der große Zulauf zu dieser Veranstaltung zeigt uns, dass das Thema auf Interesse bei Unternehmern stößt und dass auch das Lernen aus anderen Fehlern einen hohen Stellenwert bei der Gründung hat.“
Am Anfang stellte Christian Paul Stobbe aus Neuss den „FuckUp seines Lebens“ vor. Vor zehn Jahren gründete er mit einem Freund ein Transferportal für Amateurfußballer. Jetzt wurde das Insolvenzverfahren abgeschlossen. Diese Lektion und wertvolle Tipps für die Zuhörer nahm Stobbe aus seiner Erfahrung mit. Inzwischen befindet er sich in der Gründung eines neuen Unternehmens. Danach berichtete Annett Reimers über ihre Erfahrungen aus dem Teleshopping. Nach großem Erfolg mit Gesundheitsprodukten bestellte sie selbst gestalteten Magnetschmuck. Dessen Verkauf lief aber nicht so gut. Den Zuhörern riet sie daher, immer einen Plan B parat zu haben.

Zuletzt betrat Peter Wiedeking die Bühne. Mit der „Abendtüte“ wollte er mit seiner Ehefrau Susanna 2013 regionale Bio-Lebensmittel nach Hause liefern. Die Expansion des Unternehmens führte dann zu ihrem Ende. Mit einer neuen Idee war Wiedeking zuletzt in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ zu sehen. Dort stellte er die App „Too good to go“ vor uns stieß mit seinen Geschäftspartnern auf große Resonanz. Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich bei argentinischen Empanadas über die erste „FuckUp-Night“ im Rhein-Kreis Neuss auszutauschen.

Kommentare sind geschlossen.