Rhein-Kreis Neuss gibt Millionenzuschuss 
an die Träger der freien Wohlfahrtspflege

Nach der Genehmigung seines Haushalts durch die Bezirksregierung kann der Rhein-Kreis Neuss die seit Jahrzehnten bewährte Arbeit der Organisationen in der freien Wohlfahrtspflege wieder mit Zuschüssen unterstützen. Die sozialen Leistungen werden diesmal in einem Umfang von insgesamt über 3,5 Millionen Euro gefördert. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat die sogenannten Bewilligungsbescheide für die Verbände unterzeichnet.

Zu den Profiteuren des Geldes zählen etwa die vier Schuldnerberatungsstellen an Rhein und Erft. Sie werden vom Diakonischen Werk in Neuss, dem Sozialdienst Katholischer Männer in Neuss, dem Caritasverband Rhein-Kreis Neuss und dem Internationalen Bund in Köln unterhalten. Die Fachleute bieten Hilfe und Beratung für Menschen, bei denen die Überschuldung droht beziehungsweise schon eingetreten ist. Die Schuldnerberatungsstellen sind außerdem im Rahmen des  Präventionskonzepts „Knete, Krisen, Kompetenzen“ in den Schulen aktiv und informieren Jugendliche über den rechten Umgang mit Geld.
Die Schuldnerberatung umfasst zum einen rechtliche Aspekte wie Existenzsicherung, Forderungsüberprüfung und Entschuldung als auch vorbeugende Maßnahmen. Die weiteren Schwerpunkte liegen in der psychosozialen Beratung. Vorrangiges Ziel ist die Vermeidung neuer Schulden. Damit verbunden, wird eine Änderung des Verhaltens angestrebt. Im vergangenen Jahr haben die Schuldnerberatungsstellen 2882 Klienten unterstützt. Bereits seit dem Jahr 2002 erfolgt eine Förderung durch den Rhein-Kreis Neuss. Die Zuwendung 2016 beträgt 352.288 Euro.

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