Rhein-Kreis Neuss: 150.000 Euro für Breitbandkoordination

Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin hat dem Rhein-Kreis Neuss einen Förderbescheid über 150.000 Euro übergeben. Entgegen genommen wurde das Schreiben in Düsseldorf von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Kreisdirektor Dirk Brügge und Thomas Lörner von der Breitbandprojektstelle im Amt für Entwicklungs- und Landschaftsplanung. Mit den Fördermitteln wird für die kommenden drei Jahre eine Vollzeitstelle für einen hauptamtlichen Breitbandkoordinator beim Rhein-Kreis Neuss finanziert. 

„Ergänzt um unsere Eigenmittel, können wir jetzt mit Hilfe des Zuschusses einen zentralen Anlaufpunkt für alle Fragen rund um den Breitbandausbau schaffen, der den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmern und Verwaltungen offen stehen wird“, so Landrat Petrauschke. Bevölkerung und Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss sollen baldmöglichst flächendeckend vom schnellen Internet profitieren. Um noch vorhandene Lücken im Breitbandnetz zu schließen, hat der Kreis für seine Städte und Gemeinden einen Förderantrag bei Bund und Land gestellt. Dabei geht es um eine Gesamtfördersumme von 7,9 Millionen Euro.
„Der Breitbandkoordinator wird einen engen Kontakt zu den Netzbetreibern – sowohl den bereits bei uns tätigen als auch neuen Marktteilnehmern – etablieren und pflegen. Es geht darum, primär marktgetriebene Lösungen zu initiieren, bevor staatliche Mittel für den Breitbandausbau eingesetzt werden“, so Kreisdirektor Brügge. Der Koordinator wird aber auch bei Akquise und Umsetzung von geförderten Ausbauprojekten zum Einsatz kommen. Der Weg in die Gigabit-Gesellschaft ist besonders für viele vorstädtische und ländliche Räume noch ein langer Weg mit vielen Herausforderungen für die Kommunen. Ein wichtiger technischer Aspekt wird dabei sein, wie die bisherigen alten Kupfernetze schrittweise zu Glasfasernetzen bis in jedes Gebäude umgebaut werden können.

Der Rhein-Kreis Neuss sieht in der Initiierung der dafür notwendigen Schritte, der Vernetzung der Akteure und der Entwicklung zukunftsweisender Lösungen die wesentlichen Aufgaben des neuen Breitbandkoordinators. Die Palette wird von der Erstellung und Umsetzung eines Konzepts für den Kreis bis zur Klärung alltäglicher Fragen mit Netzbetreibern und anderen Akteuren rund ums Thema „Breitband“ reichen. „Wer Interesse an dieser vielseitigen und herausfordernden Aufgabe hat und seine Kenntnisse und Erfahrungen im Themenfeld ,Breitband‘ bei uns einbringen möchte, kann sich bis zum 17. Februar bewerben“, betont Landrat Petrauschke.

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