Rettungsdienst-Symposium: Aktuelle Entwicklungen im Blickpunkt

Aktuelle Entwicklungen im Rettungsdienst des Rhein-Kreises Neuss standen jetzt bei einem Symposium im Kreishaus Grevenbroich im Blickpunkt. Über 130 Teilnehmer kamen zu der inzwischen elften Veranstaltung dieser Art, die sich an ärztliches und nichtärztliches Personal richtet und von der Ärztekammer Nordrhein zertifiziert ist. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hatte die Schirmherrschaft über das Treffen übernommen. 

„Mit rund 70.000 Notfall-Einsätzen pro Jahr stellt der Rettungsdienst bei uns einerseits seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis. Andererseits ist diese Zahl auch ein Beleg für ständig wachsende Herausforderungen“, so Petrauschke. Die Versorgung von Notfall-Patienten solle schließlich stets auf dem neuesten Stand der Medizin erfolgen, und deshalb seien Symposien wie dieses auch so wichtig. Die ersten Erfahrungen mit dem Berufsbild des Notfallsanitäters waren schließlich ebenso Thema wie die Erkenntnisse aus dem virenbedingten Computer-Ausfall am Lukaskrankenhaus in Neuss. Berichte über Neuigkeiten in der Schlaganfall- und Herzinfarktversorgung sowie ein Überblick über die modernen Herzunterstützungssysteme gaben den Rettungsassistenten, Notfallsanitätern und Notärzten außerdem wichtige Anregungen für ihre tägliche Arbeit. Darüber hinaus wurde die Notfallseelsorge im Rhein-Kreis Neuss beleuchtet.
Auch die aktuellen Entwicklungen bei der gemeinsamen Ausbildungsgrundlage für das Personal, dem Rettungsdienst-Kompendium, sind in Grevenbroich erörtert worden. „Mittlerweile nehmen neben dem Rhein-Kreis Neuss die Kreise Heinsberg und Viersen sowie die Städte Krefeld, Duisburg, Oberhausen und Mülheim an dem System teil“, so Marc Zellerhoff, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst. Der Malteser Hilfsdienst sorgte für die Verpflegung der Teilnehmer, die im Rondell vor dem Kreishaus auch den neuen Verlegungs-Rettungswagen in Augenschein nehmen konnten.

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