Rekordzahlen und ein volles Arbeitsprogramm

2015 war wieder ein erfolgreiches Jahr für den Rhein-Kreis Neuss und seine Unternehmen. Das geht aus dem gemeinsamen Jahresbericht der Kreiswirtschaftsförderung und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss hervor, den Kreisdirektor Dirk Brügge und WFG-Geschäftsführer Robert Abts jetzt gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Benjamin Josephs vorgelegt haben.

„Ein Allzeithoch der sozialversichert Beschäftigen und Arbeitslosenzahlen auf historischem Tiefstand belegen die Attraktivität und Leistungskraft unseres Standortes, der zurecht als Flaggschiff unserer Wirtschaftsregion gilt“, sagte Brügge. Damit das so bleibt, nannte der Kreisdirektor auch gleich vier Zukunftsthemen auf der Kreisagenda: die Standort-Digitalisierung, die Fachkräftesicherung, den Ausbau der Gründerszene und mit Blick auf die Leitentscheidung der Landesregierung zur Braunkohle eine weiterhin aktive Rolle innerhalb der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) bei der Gestaltung des Strukturwandels.
Insgesamt gab es bei der Vorstellung des Jahresberichts 2015 ein ganzes Bündel an Rekorden zu vermelden: Die Beschäftigtenzahl ist 2015 auf 140.060 gestiegen. Die jüngste Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent ist der beste Juli-Wert seit 2002. Mit einem Brutto-Inlandsprodukt von 85.692 Euro ist der Rhein-Kreis der wirtschaftsstärkste Kreis in Nordrein-Westfalen und belegt nach Bonn Rang 2 im Vergleich aller Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Der Geschäftsklimaindex laut Mittelstandsbarometer 2015 bleibt auf dem bisherigen Höchstwert von 128 Punkten. Als erfolgreichster Tourismusstandort am Niederrhein verzeichnete der Rhein-Kreis Neuss 2015 zudem fast eine Million Übernachtungen und knapp 450.000 Gästeankünfte.

Mit dem Start des regionalen CSR-Kompetenzzentrums zur Unterstützung kleiner und mittlere Unternehmen beim nachhaltigeren Wirtschaften und gleichzeitiger Schaffung von unternehmerischem Mehrwert habe man 2015 einen wichtigen neuen Akzent setzen können, aber auch mit der erfolgreichen Verlängerung des ZDI-Projekts zur Förderung des Nachwuchses in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Berufen, dem sich auch immer mehr Partner aus der Wirtschaft anschließen.
Die Fachkräftesicherung und das Thema Arbeitsmarkt bleiben für Kreisdirektor Brügge besondere Arbeitsschwerpunkte. Ziel sei es dabei, nicht nur dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sondern auch die Arbeitslosigkeit weiter zu senken. Denn Langzeitarbeitslose zum Beispiel würden bisher unterdurchschnittlich vom Aufschwung profitieren, und Arbeitslosigkeit mindere immer die Lebensqualität. So sollen durch weitere gemeinsame Anstrengungen auch mit dem JobCenter noch mehr Menschen für die Anforderungen der Wirtschaft fit gemacht werden.

Für den stark international orientierten Standort Rhein-Kreis Neuss werde besonderes Augenmerk auch weiter der Außenwirtschaftsförderung gelten. Wie WFG-Geschäftsführer Abts dazu berichtet, konnten 2015 insgesamt 15 Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen – davon elf Neuansiedlungen und vier Erweiterungen – im Rhein-Kreis Neuss verzeichnet werden. „Für den Rhein-Kreis Neuss und seine acht Städte und Gemeinden ist es wichtig, dass die Unternehmen an unserem Standort auf gute Entwicklungsmöglichkeiten treffen. Mit unserer aktiven Wirtschaftsförderung wollen wir weiter dazu beitragen“, so Brügge auch mit Blick auf die regelmäßige Rezertifizierung des Rhein-Kreises Neuss als „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“.

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