Olympia-Ticket gelöst: Stiftung Sport 
unterstützt Ückerather Ringerinnen

Die Stiftung Sport der Sparkasse Neuss und des Rhein-Kreises Neuss unterstützt die Ringerinnen des AC Ückerath seit 1997 und will dies auch in Zukunft tun. Dass sich das Engagement lohnt, hat gerade Nina Hemmer unter Beweis gestellt, die das Olympia-Ticket für Rio de Janeiro löste. Agnes Werhahn, die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, und Dieter Welsink, der Präsident des Kuratoriums, sind voll des Lobes über den Erfolg. Auch Kreisdirektor Dirk Brügge, Sportdezernent und Werhahns Stellvertreter, sieht Kreis und Stiftung auf einem guten Weg: „Mit der Ringerhalle in Dormagen haben wir einen der entscheidenden Bausteine für die sportliche Infrastruktur bei uns gelegt, und das war richtig und wichtig.“

Das Ringen hat im Rhein-Kreis Neuss eine lange Tradition. Im Jahr 1982 gründete der AC Ückerath die erste Damen-Ringer-Abteilung in Deutschland. Erste Erfolge waren zu verzeichnen, als Trainer Heinz Schmitz die Organisation übernahm und die ersten Ückeratherinnen 1993 an nationalen und internationalen Titelkämpfen teilnahmen. „Die Leistungen in den folgenden Jahren und die Ausrichtung diverser Turniere und Meisterschaften waren der Durchbruch für das weibliche Ringen, der ohne den AC Ückerath vermutlich nicht möglich gewesen wäre“, so Brügge. Die Stiftung Sport der Sparkasse Neuss und des Rhein-Kreises Neuss unterstützt die Athletinnen seither individuell auf ihren Wegen an die Weltspitze. Es hat sich ein professionelles Umfeld entwickelt, das die  optimalen Rahmenbedingungen dazu bietet. Der AC Ückerath ist offizieller Bundesstützpunkt für weiblichen Ringernachwuchs. Neben zahlreichen Talenten trainieren dort Deutschlands beste Ringerinnen. Neben der Weltmeisterin von 2014, Aline Focken, sind Nina Hemmer und Laura Mertens die Aushängeschilder des Stützpunkts.

Nina Hemmer konnte in diesem Jahr Bronze bei der U23-Europameisterschaft erringen und die Olympia-Qualifikation meistern. Damit ist sie gemeinsam mit Jessica Blaszka, niederländische Ringerin in Diensten des AC Ückerath, für Rio gesetzt. Ob auch Laura Mertens noch auf diesen Zug aufspringen kann, werden die kommenden Wochen zeigen. Jahrelange Arbeit und ein hohes Maß an Disziplin und Geduld machten aus dem AC Ückerath das, was er ist: ein Zentrum für Hochleistungssportlerinnen. Neben Heinz Schmitz sind Bundestrainer Patrick Löes sowie Christoph Ewald und Lisa Hug für die Entwicklung der jungen Athletinnen verantwortlich. So ist es kein Zufall, dass auch der Nachwuchs zuletzt von den deutschen Titelkämpfen mit Medaillen nach Hause kam. Jasmina Liolios (Gold) und Lina Sue Odendahl (Bronze) stehen bereits in den Startlöchern und möchten ihren Vereinskolleginnen den Sprung an die Weltspitze nachmachen. Wie packend dieser Sport ist, zeigt der „Grand Prix of Germany“, der die besten Ringerinnen am 14. und 15. Mai im Dormagener TSV-Sportcenter zusammenführt.

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