Neuer Neurologie-Chefarzt am
Johanna-Etienne-Krankenhaus

Staffelstabübergabe am Johanna-Etienne-Krankenhaus: Offiziell wurde Dr. Stephan Mohr, Chefarzt der Neurologie, nach über 20 Jahren am Johanna-Etienne-Krankenhaus verabschiedet. Ihm folgt Professor Dr. Jan Sobesky von der Charité in Berlin. Mit ihm bekommt die dortige Neurologie, eine hoch professionelle Abteilung mit Versorgungsauftrag für den gesamten Rhein-Kreis Neuss, einen renommierten Neurologen, der über viel Erfahrung sowohl im klinischen Alltag als auch im Bereich der Forschung verfügt.

„Wir freuen uns, dass wir einen so fähigen Chefarzt für unser Haus gewinnen konnten. Er wird eine in der Region bereits gut etablierte Abteilung übernehmen, die 2017 noch um weitere 13 Betten auf knapp 80 Betten erweitert wird und damit eine der größten Neurologien in NRW darstellt“, erklärt Paul Kudlich, der Geschäftsführer des Johanna-Etienne-Krankenhauses. Professor Dr. Jan Sobesky kennt die Region und das Rheinland bereits gut. Nach seinem Studium in Aachen und anschließenden Auslandsaufenthalten in Mexiko und Frankreich arbeitete der gebürtige Slowake viele Jahre an der Uniklinik in Köln. Nach neurologisch-klinischer Ausbildung habilitierte er 2007 und ging als W2- Professor an die Neurologische Klinik der Berliner Charité, Campus Mitte. Neben der dortigen Oberarzttätigkeit spezialisierte er sich am Centrum für Schlaganfallforschung auf die Akuttherapie und Nachsorge des Schlaganfalls. Zuletzt arbeitete Professor Sobesky als geschäftsführender Oberarzt am Campus Virchow Klinikum.

Schwerpunkte: Schlaganfall, Epilepsie und Demenz

Seine medizinischen Schwerpunkte sind die neurologische Akut- und Intensivmedizin, die Schlaganfalldiagnostik und -therapie sowie die Bildgebung des Gehirns. Auch die Behandlung von Epilepsien, Demenzen und entzündlichen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems stehen in seinem Fokus.
Die Abteilung für Neurologie des Johanna-Etienne-Krankenhauses ist der Alleinversorger für Schlaganfall-Patienten im Rhein-Kreis Neuss, einem Einzugsgebiet von rund 500.000 Menschen, und versorgt als regionales Schlaganfallzentrum ca. 1500 Schlaganfallpatienten pro Jahr. Daher soll das Therapieangebot in diesem Bereich zukünftig noch stärker ausgeweitet werden. Zudem ist mit dem St. Augustinus Memory-Zentrum eine enge und deutschlandweit nahezu einzigartige Kooperation im Bereich der Demenzbehandlung möglich. Sein langfristiges Ziel für die Abteilung: Die Etablierung  eines neurologischen Netzwerkes für den Rhein-Kreis Neuss zur optimalen Versorgung der Patienten. Besonders wichtig ist ihm dabei eine gute Kommunikation mit allen Beteiligten.

Zahlen und Fakten

In den letzten fünf Jahren haben die neurologischen Behandlungszahlen im Johanna-Etienne-Krankenhaus kontinuierlich zugenommen. Waren es 2011 noch 2.332 stationäre Patienten, stieg die Zahl bis 2015 auf 2.811. Dabei steht die Diagnose Schlaganfall auf Platz 1: 1.578 Patienten wurden vergangenes Jahr auf Grund eines solchen Vorfalls im Krankenhaus auf der Furth behandelt.

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