Neue Wildblumen für mehr Artenreichtum in Jüchen

Vor kurzem wurde auf einer Obstwiese am Hamscher Hof in Jüchen eine neue und etwa 80 Quadratmeter große Wildblumenwiese angelegt. Hierbei ging die Initiative vom Bienenzuchtverein Hochneukirch und vom NABU-Jüchen aus. 

Damit dort eingesät werden konnte, musste die zuvor sehr artenarme Fläche erst einmal von Gräsern und Brennnesseln befreit und ein ordentliches Saatbeet eingerichtet werden. Diese Arbeiten wurden dankenswerter Weise von Herr Bernd Dürseln vom Bauhof der Gemeinde Jüchen übernommen. Dort wurden im Anschluss verschiedene einheimische Wildblumen, wie z.B. Schafgarbe, Wilde Möhre, Wiesensalbei, Klatschmohn, Wiesenflockenblume, Kornblume, Kleiner Wiesenknopf, Wiesenmargerite, Rotklee und Rote Lichtnelke vom Bienenzuchtverein Hochneukirch und vom NABU-Jüchen eingesät. Das verwendete Saatgut wurde ebenfalls von der Gemeinde Jüchen kostenlos zur Verfügung gestellt. Ziel ist, durch die neue Wildblumenwiese den Artenreichtum – speziell an Insekten wie z.B. Bienen, Hummeln, Schmetterlingen – zu erhöhen.
Davon profitieren wiederum auch Vögel, die auf tierische Kost für ihren Nachwuchs angewiesen sind. Die Stelle der neuen Wildblumenwiese auf der Obstwiese der Gemeinde Jüchen am Hamscher Hof ist mit Bedacht gewählt worden. So führt u.a. ein Weg des zukünftigen Naturlehrpfades des NABU-Jüchen, der in wenigen Monaten eröffnet werden soll, dort vorbei. An der Stelle der Obstwiese werden zukünftig drei Hinweisschilder angebracht, einmal zur Obstwiese, dann zur neu angelegten Wildblumenwiese und zu den Bienenstöcken von Birgit und Andreas Vohmann. Auf der anderen Seite der Obstwiese befindet sich zudem ein kleiner Hohlweg, der in Jüchen hinein führt. Dort wurde auf einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern ebenfalls ein Wegerain von den Herrn Paul Quack und Rudolf Kuhn vom NABU-Jüchen mit dem schon erwähnten Saatgut von der Gemeinde Jüchen eingesät. Hinzu kam noch weiteres Saatgut, u.a. von Sonnenblume und Ringelblume. „In den Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens ist es nicht zu verstehen, dass Vorgärten immer noch mit Steinen zugeschüttet und somit zu ,Steinwüsten‘ werden! Doch auch dieser Trend ist umkehrbar und die Flächen können wieder naturnah und für Insekten, wie z.B. Bienen, Schmetterlinge und Hummeln gestaltet werden“, betont Rudolf Kuhn vom NABU-Jüchen abschließend.

Weitere Informationen unter www.nabu-neuss.de!

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