Neue Kunsthistorikerin verstärkt Team des Kreismuseums Zons

Das Kreismuseum Zons wird jetzt von einem jungen Duo geführt: Nachdem Anna Karina Hahn (33) Nachfolgerin von Angelika Riemann, der in den Ruhestand getretenen Leiterin des Hauses, geworden ist, trat nun Kunsthistorikerin Verena Göbel (29) ihren Dienst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Schlossstraße an. Die beiden Fachfrauen haben sich eine Menge vorgenommen. 

Verena Göbel stammt aus Köln und hat dort ihren Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte und klassischer Archäologie gemacht. Für ihren Master-Titel ist sie nach Wien gezogen. Außerdem hat sie ein Auslandssemester in Sevilla verbracht und sich auf die spanische Kunst spezialisiert. Für ihre Master-Arbeit über das Deckenfresko im Palacio Real in Madrid recherchierte sie unter anderem im Archiv des Prado, einem der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt.
Kontakt zur Kultur im Rheinland bekam Verena Göbel während ihres Volontariats beim Landschaftsverband, bei dem sie auch das Kreismuseum Zons kennen lernte. Praktika im Haus Belvedere und im Museum Schnütgen in Köln bestärkten sie, sich beim Rhein-Kreis Neuss für die Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Zons zu bewerben, das sie bereits in ihrer Kindheit während der Märchenspiele besucht hatte.

In der mittelalterlichen Zollfeste am Rhein fühlt sich Verena Göbel „pudelwohl und aufgehoben“. Sie möchte sich in erster Linie um die Museumspädagogik kümmern und mit Kindern arbeiten. Passend zur Ausstellung „Rhein-Reisende“ wird es etwa in diesem Sommer zwei Aktionstage geben, bei denen Jungen und Mädchen angeschwemmtes Material verwerten und aufwerten können.
Überhaupt will Verena Göbel für das traditionsreiche Haus „neue Zielgruppen gewinnen“ und denkt etwa an Führungen für Eltern mit Babys oder für Menschen mit und ohne Behinderung. Auch die Digitalisierung soll vorangetrieben werden. Dazu gehört die Präsentation des Kreismuseums in den sozialen Medien genauso wie der Plan, den Bestand zu erfassen, um einmal „digitales Flanieren“ zu ermöglichen.

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