Museum Insel Hombroich: Rhein-Kreis Neuss gewährt Zuschuss für Sanierung

Der Rhein-Kreis Neuss gewährt einen einmaligen Zuschuss an die Stadt Neuss in Höhe von 900 000 Euro für die Sanierung des Ausstellungshauses „Labyrinth“ auf dem Gelände des Museums Insel Hombroich. Das hat der Kreistag unter Vorsitz von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke einstimmig beschlossen. 

Der Zuschuss wird unter den Voraussetzungen gewährt, dass die Stadt Neuss zur Sicherung des kommunalen Eigenanteils Haushaltsmittel in gleicher Höhe zur Verfügung stellt, ihr Antrag im Rahmen des Aufrufs „Nationale Projekte des Städtebaus“ bewilligt wird, die Gesamtfinanzierung der Baumaßnahme gesichert werden kann und die Stadt die im Bewilligungsbescheid vorgegebenen Förderbedingungen sowie die Vorschriften der Haushaltsführung einhält.
Der Kreistag beschloss, 2018 und 2019 jeweils 450 000 Euro zur Finanzierung des Zuschusses in den Haushaltsplan einzustellen. Am Hombroicher „Labyrinth“ besteht ein erheblicher Sanierungsbedarf. Es soll – insbesondere wegen der Gefährdung der dort über 400 gezeigten Exponate – unter Aspekten präventiver Konservierung mit hohem ökologischem Anspruch instandgesetzt werden.
Der Projektvorschlag der Stiftung Insel Hombroich geht von förderfähigen Investitionskosten in Höhe von neun Millionen Euro aus, so dass sich ein Bundeszuschuss von sechs Millionen ergeben würde. Der verbleibende kommunale Eigenanteil von einem Drittel der Investitionskosten kann durch Einbindung sogenannter „unbeteiligter Dritter“ wie Stiftungen oder Spendern bis auf zehn Prozent der förderfähigen Gesamtkosten reduziert werden. Der Stiftung ist es gelungen, bei Mäzenen 500 000 Euro einzuwerben. Zum Erhalt zusätzlicher Mittel ist sie mit weiteren Gönnern im Gespräch.

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