Marienberg-Schülerinnen griffen zum Mikrofon

17 Schülerinnen des Neusser Gymnasiums Marienberg tauschten jetzt im Rahmen eines Unterrichtsprojektes die Schulbank gegen einen Platz am Mikrofon. Im Medienzentrum des Rhein-Kreises Neuss produzierten sie die Klangcollage „Wo Sommer sein sollte“ zu Literatur und Musik im Fin de siècle. Unterstützung erhielten sie dabei von Tonstudioleiter Hans-Peter Beyenburg.

Vor ihrem Besuch im Kreismedienzentrum hatten die Oberstufenschülerinnen der Q 2 im Musik-Grundkurs bei Lehrer Arno Zimmermann die Zeit um die Jahrhundertwende von 1890 bis 1914 thematisiert. Sie brachten Gedichte dieser Epoche in Verbindung mit passender zeitgenössischer Musik und Originalausschnitten aus Politiker-Reden.
Begeistert zeigten sich die Gymnasiastinnen von der Arbeit hinter den Glaswänden des Tonstudios. „Super professionell! Danke für diese Erfahrung“, lautete das Fazit von Lisa Bartels, die zusammen mit Michelle Kollek ein Gedicht von Gottfried Benn zur Musik von Sergej Prokofjew gewählt hatte. „Sehr interessant“ fand Sophie Rath die Arbeit mit der Stimme. Sie stellte einem Gedicht von Rainer Maria Rilke eine Komposition von Arnold Schönberg gegenüber.
Die Klangcollage gehört zu einer Reihe von Aktionen des Gymnasiums Marienberg, um im Jahr 2018 an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren zu erinnern. „Krieg und Frieden“ lautet auch das Programm, das Chor und Orchester in diesem Schuljahr erarbeiten und mit dem sie im März 2018 auf eine Reise nach Belgien gehen. Sie werden Stätten der Erinnerung an der ehemaligen Westfront besuchen und Aussöhnungsfeiern – unter anderem in Ypern – musikalisch mitgestalten. Sowohl das Medienzentrum des Rhein-Kreises Neuss als auch das Neusser Stadtarchiv unterstützen die Lehrkräfte und Schülerinnen bei dieser Unterrichtsreihe. Beide sind Kooperationspartner der Schule Marienberg.

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