Liebe und Anarchie – Eine Hommage an Léo Ferré

Am Mittwoch, 10. Juni 2015, 20 Uhr wird das Rheinische Landestheater Neuss in der Villa Erckens zu Gast sein. Gemeinsam mit den Musikern Henning Beckmann und Wolfgang Proppe wird Rainer Scharenberg dem Phänomen Léo Ferré einen Chanson-Abend widmen, in dem durch neue Übersetzungen ins Deutsche und eigene Arrangements die besondere Poesie und Musikalität des vielseitigen Künstlers zu erleben sein wird.

Léo Ferré sang in Fabriken vor streikenden Arbeitern und auf der Straße vor demonstrierenden Studenten. Einige seiner Chansons wurden im demokratischen Frankreich der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts von der Zensur verboten. Er stand auf den Bühnen, auf dem die Stars des Chansons wie Edith Piaf, Jaques Brel oder Charles Aznavour auftraten. Doch hierzulande ist Lèo Ferré eine noch unbekannte Größe. Geboren 1916 in Monaco, war Ferré maßgeblich geprägt durch einen zehnjährigen Aufenthalt in einem katholischen Internat. Entsprechend propagierte er Zeit seines Lebens das Ideal der Freiheit. Als Musiker bildete Ferré sich größtenteils als Autodidakt aus und trat zunächst lange Zeit vor kleinem Publikum auf. Er schrieb Texte für andere Sänger und vertonte Gedichte von Villon, Baudelaire und Rimbaud für sich. Sein Credo formulierte er 1970 mit dem Titel seines Albums „Amour Anarchie“. Im Laufe seiner Karriere hat sich Ferré, der 1993 starb, immer wieder radikal in Frage gestellt und neu erfunden.

Karten gibt es für 10 Euro hier:
Villa Erckens, Am Stadtpark | Stadtbücherei, Stadtparkinsel | Schön und Gut, Bahnstraße
Kartenreservierungen auch unter: 02181-608656 oder kultur@grevenbroich.de

Kommentare sind geschlossen.