Gemeinsam mit Hermann Gröhe, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für Dormagen, Neuss, Grevenbroich und Rommerskirchen, besuchte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, das Chemieunternehmen ARLANXEO in Dormagen.
 
Neben dem intensiven Austausch mit Stefan Rittmann, Geschäftsführer der ARLANXEO Deutschland GmbH, Hanke Hahlbom,  Betriebsleiter des Chloropren-Betriebs von ARLANXEO in Dormagen, sowie Ifraim Tairi, dem Vorsitzenden des ARLANXEO-Gesamtbetriebsrates, besichtigten Gröhe und Petrauschke auch den Chloropren-Betrieb von ARLANXEO. Das Unternehmen ist – bezogen auf die Mitarbeiterzahl – der größte Betrieb im Chempark Dormagen. Chloropren findet sich in einer Vielzahl von Anwendungen, so zum Beispiel in Schläuchen, Kabeln, Transportbändern sowie Scheibenwischerblätter beim Automobilbau, aber daneben auch in Tauch- und Surfanzügen.
 
Im Fokus des Austausches stand dabei auch der zunehmende Fachkräftemangel und Bedarf an Auszubildenden. So wird ARLANXEO zum Ausbildungsjahr 2020 am Standort Dormagen 20 Auszubildende als Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik und Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik einstellen. Darüber hinaus kooperiert ARLANXEO auch mit drei Schulen aus dem direkten Umfeld des Chemparks: der Realschule Hackenbroich in Dormagen, der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Grevenbroich und der Gesamtschule an der Erft in Neuss. Ziel ist es, vor allem Schüler der 8. und 9. Klassen für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu begeistern und ihnen Berufsbilder in der chemischen Industrie aufzuzeigen, vom Chemielaboranten über den Industriemechaniker bis zum Industriekaufmann. Landrat Petrauschke machte dabei deutlich, dass er sich für die Belange der Wirtschaft einsetzt: „Dormagen ist ein traditionsreicher Chemiestandort – und ARLANXEO spielt dabei eine wichtige Rolle. Ich mache mich dafür stark, dass der Rhein-Kreis Neuss ein attraktiver Industriestandort bleibt. Hierbei spielt der Chempark eine bedeutende Rolle. Im Schulterschluss mit den Unternehmen und den Arbeitnehmern möchte ich dafür sorgen, dass wir hier vor Ort die bestmöglichen Standortbedingungen haben.“
 
„Wir benötigen qualifizierte und motivierte Nachwuchskräfte, um unsere hohen Qualitätsstandards und unsere starke Innovationsorientierung auch künftig umsetzen zu können“, so Rittmann. „Deshalb möchten wir mit unserer Bildungsinitiative junge Menschen für naturwissenschaftliche Fächer und Berufe in der chemischen Industrie zu begeistern.“ Die enge Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen vor Ort begrüßt Bundestagsabgeordneter Gröhe: „Sichere Arbeitsplätze und gute Ausbildungschancen für junge Menschen liegen mir besonders am Herzen. Die Chemie ist mit Unternehmen wie ARLANXEO eine der Schlüsselbranchen am Niederrhein und ich setze mich dafür ein, dass die Region auch künftig ein wichtiger Impulsgeber dieser leistungsstarken Industrie bleibt.“