Landrat Petrauschke 
begrüßt neue Breitbandkoordinatorin

Die Bemühungen um flächendeckend schnelles Internet im Rhein-Kreis Neuss kommen weiter voran. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke begrüßte jetzt im Grevenbroicher Ständehaus die neue Breitbandkoordinatorin Marina Cabibbo, die zum 1. September ihre Arbeit im Amt für Entwicklungs- und Landschaftsplanung unter Leitung von Marcus Temburg aufnimmt, das schon die gemeinsamen Breitbandprojekte des Kreises und seiner Kommunen betreut.

„Damit schaffen wir einen zentralen Anlaufpunkt für alle Fragen rund um den Breitbandausbau, der den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmern und Verwaltungen offen steht“, so Petrauschke.  Marina Cabibbo wird einen engen Kontakt zu den Netzbetreibern – sowohl den bereits im Rhein-Kreis Neuss tätigen als auch neuen Marktteilnehmern – etablieren und pflegen, aber auch bei Akquise und Umsetzung von geförderten Ausbauprojekten zum Einsatz kommen. Im Mittelpunkt steht das Entwicklungskonzept „Next Generation Access“ (NGA). Beim jetzigen Stand der Technik handelt es sich aus rechtlicher Sicht bei NGA-Netzen um Netze, die jedem Teilnehmer zuverlässig mindestens 30 Megabit pro Sekunde im Download bieten. Ziel des Kreises sind jedoch weit höhere Bandbreiten: „100 Megabit pro Sekunde oder mehr sind schon bald notwendig, um digitale Anwendungen zu Hause, in Verwaltungen, Schulen oder Betrieben optimal ausnutzen zu können. Dafür setzen wir auf ein flächendeckendes Glasfasernetz“, nennt Petrauschke den Maßstab für das NGA-Entwicklungskonzept.

Darin sollen für den weiteren Breitbandausbau kreisweite Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Ziel sind höhere Bandbreiten und die weitere Umstellung auf Glasfasernetze bis zu den Endkunden. Eingebettet sind die Aufgaben in den „Gigabit-Masterplan“ der Landesregierung für den Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen und die „5G-Strategie für Deutschland“ des Bundes. Cabibbos Stelle ist auf drei Jahre befristet und wird vom Land gefördert.
Bevölkerung und Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss sollen baldmöglichst flächendeckend vom schnellen Internet profitieren. Um noch vorhandene Lücken im Breitbandnetz zu schließen, hatte der Kreis im Oktober 2016 für seine Städte und Gemeinden einen entsprechenden Förderantrag bei Bund und Land gestellt. Nachdem der Förderbescheid über 3,9 Millionen Euro aus Berlin bereits im März vorlag, konnte Landrat Petrauschke in dieser Woche auch die Zuwendungszusage des Landes in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro entgegennehmen. „Mit der Bundes- und Landesförderung von zusammen 7,5 Millionen Euro sind wir gut gerüstet, den Breitband-Ausbau weiter voranzubringen“, sind sich Petrauschke und Cabibbo einig.

Kommentare sind geschlossen.