Kunden legen weiterhin zu viel Geld auf Girokonten zurück

Kunden legen weiterhin zu viel Geld auf Girokonten zurück

Bei den Kunden der Sparda-Bank in Grevenbroich stand auch 2017 das Sparen wieder hoch im Kurs. Insgesamt wuchsen die Kundeneinlagen auf 45,9 Millionen Euro (+2 Prozent). Mit Blick auf den Jahresabschluss stellt Filialleiterin Franziska Orgs fest: „Unsere Kunden legen weiterhin zu viel Geld auf ihren Girokonten zurück!“ Banker sprechen hier von unverzinsten Sichteinlagen – und die sind in Grevenbroich im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf 30 Millionen Euro gestiegen. „Eine auskömmliche finanzielle Zukunftssicherung sieht anders aus“, sagt Franziska Orgs.

Darum hat die Sparda-Bank ihren Kunden in Grevenbroich im vergangenen Jahr verstärkt Beratung rund um die Geldanlage angeboten. Und das mit Erfolg: Das Volumen der Kundenanlagen beim genossenschaftlichen Fondspartner Union Investment konnte um 2,7 Prozent auf 11,5 Millionen Euro gesteigert werden. Die Filialleiterin betont: „Gegen den Wertverlust des eigenen Geldes in den Niedrigzinszeiten sind Investmentfonds genau der richtige Weg.“ Ihre Termin- und Spareinlagen haben die Sparda-Kunden im vergangenen Jahr daher auch zurückgefahren. Die Termineinlagen lagen zum Jahresschluss bei nur noch 243.000 Euro (-49,8 Prozent), die Spareinlagen rangierten bei 15,6 Millionen Euro (-6,1 Prozent). Eines zeigt sich deutlich: Für die gesamte Finanzbranche und deren Kunden sind die niedrigen Zinsen eine deutliche Herausforderung. Die Thematik belastete die Genossenschaftsbank, weil sie ihre erneut gestiegenen Kundeneinlagen mit negativer Verzinsung anlegen musste. „Wir spüren, dass die Konjunktur in Deutschland brummt. Viele Grevenbroicher können mehr denn je sparen und setzen dabei stark auf liquide Anlagen“, sagt Franziska Orgs. Das Vertrauen in die Genossenschaftsbank hier in der Region ist also nach wie vor groß. Eine wichtige Aufgabe sieht die Filialleiterin daher auch in diesem Jahr wieder darin, die Sparda-Kunden umfassend und fair über alternative Geldanlagemöglichkeiten zum Beispiel im Fondsbereich zu beraten.

Ganz anders wirkte sich die Zinssituation im Bereich der Kundenkredite aus. Die Niedrigzinsen werden von den Bankkunden hier natürlich gern gesehen. Bei den Baufinanzierungen stieg das Volumen für die Sparda-Bank in Grevenbroich daher um 3,3 Prozent auf 57,2 Millionen Euro. Die Neuzusagen befanden sich Ende 2017 mit 10,2 Millionen Euro auf einem sehr guten Niveau. „Unsere Beraterinnen und Berater haben mit ihren maßgeschneiderten Finanzierungslösungen und mit unseren Top-Konditionen wieder eine Menge Menschen überzeugt“, sagt Franziska Orgs.
Niedrige Zinsen, einfache Abwicklung und ein positives Ergebnis kennzeichneten auch den Bereich der Konsumentenkredite. Hier blickt die Sparda-Bank in Grevenbroich auf ein erstes sehr erfolgreiches Kooperationsjahr mit easyCredit zurück. Das über diesen neuen Partner abgewickelte Kreditvolumen lag Ende 2017 bei 940.000 Euro. „Die Entscheidung, die persönlichen Kredite nicht mehr selbst, sondern über ein Mitglied der genossenschaftlichen Finanzgruppe abzuwickeln, war absolut richtig“, sagt die Filialleiterin.
Beim Blick auf den gesamten Jahresabschluss zeigt sich deutlich: Die Sparda-Bank in Grevenbroich hat 2017 erneut mit einem guten Ergebnis abgeschlossen: Ihr Geschäftsvolumen stieg auf 103,4 Millionen Euro (+2,7 Prozent). „Diese Zahlen sind mit Blick auf die nach wie vor schwierige Marktlage wirklich erfreulich“, kommentiert Franziska Orgs das Ergebnis.

Der Erfolg einer Genossenschaftsbank lässt sich auch an der Zahl der Menschen ablesen, die ihr das Vertrauen schenken – und die ist bei der Sparda-Bank in Grevenbroich nach wie vor sehr hoch. Das Institut konnte 115 Gironeukunden für sich gewinnen. Ende 2017 waren es daher 4.180 Kunden und 3.666 Mitglieder. „Wir setzen bewusst voll auf den Faktor Mensch und unsere Filiale“, sagt Franziska Orgs. „Denn unsere Kunden und Mitglieder können vor allem dort den Wert einer persönlichen genossenschaftlichen Beratung erleben und gleichermaßen von den zeitgemäßen digitalen Services einer modernen Bank profitieren.“ Beispielhaft dafür war im vergangenen Jahr die Einführung von SpardaBargeld. Kunden, die diesen Service nutzen, brauchen weder BankCard noch Geldautomaten, um sich mit Barem zu versorgen. Es reichen die SpardaBankingApp sowie ein Online-Banking-Zugang und schon stehen bundesweit zusätzlich rund 7.200 Anlaufpunkte zum Abheben und Einzahlen von Bargeld zur Verfügung.

Genossenschaftliche Werte leben und Kunden umfassend und fair beraten – das hat Franziska Orgs als Leitmotiv der Sparda-Bank in Grevenbroich im Jahr 2018 ausgegeben. Das anhaltende Zinstief und die daraus resultierenden Herausforderungen für eine auskömmliche Zukunftsvorsorge werden dabei im Mittelpunkt einer großen Beratungs-Offensive stehen. „Wir fühlen uns hier in der Pflicht unseren Kunden genossenschaftlich zur Seite zu stehen“, sagt die Filialleiterin.