Kreisveterinäramt warnt erneut Hundebesitzer vor dem Staupe-Virus

Bei einem Fuchs in Rommerskirchen ist das Staupe-Virus nachgewiesen worden. Das Veterinäramt des Rhein-Kreises Neuss rät deshalb Hundebesitzern, den Impfschutz ihrer Tiere zu überprüfen. Die Impfung gegen Staupe biete den einzig sicheren Schutz. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Staupe-Virus bei Füchsen in Grevenbroich und Jüchen gefunden. 

„Die Staupe ist eine für den Menschen ungefährliche, aber für Wildtiere wie Fuchs, Dachs, Waschbär und Steinmarder und eben den Hund hoch ansteckende und gefährliche Viruserkrankung. Bei infizierten Hunden können sich schwerste Symptome der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes oder auch des Nervensystems einstellen und die Krankheit verläuft in 30 bis 80 Prozent der Fälle tödlich“, so Claudia Zerlik, stellvertretende Leiterin des Kreisveterinäramtes. Nachdem die Staupe über viele Jahre hinweg durch flächendeckende und regelmäßige Impfungen von Hunden in Deutschland nahezu eliminiert wurde, kommt es in jüngster Zeit verstärkt zu positiven nachweisen bei Wildtieren und bei vornehmlich aus Osteuropa ohne Impfschutz importierten Hunden.

Infizierte Tiere scheiden das Virus über alle Sekrete und Exkrete wie z.B. Nasen-, Augenausfluss, Urin, Kot und Speichel aus. Andere Tiere können sich über diese Ausscheidungen dann durch direkten Kontakt infizieren. Eine indirekte Übertragung über infiziertes Wasser, Futter oder Schuhe ist jedoch auch möglich. „Bedingt durch das reichhaltige Nahrungsangebot und der schnellen Lern- und Anpassungsfähigkeit werden Füchse immer öfter in der Nähe von Wohnsiedlungen angetroffen. Aus den genannten Gründen stellt das alleinige Anleinen der Hunde bei Spaziergängen keinen Schutz vor dieser Krankheit dar“, warnt Zerlik die Hundehalter. Für Fragen zur Impfung können sich Hundehalter an jede Tierpraxis wenden.

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