Kreismitarbeiter nähten 120 Herzkissen für guten Zweck

Mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rhein-Kreises Neuss griffen jetzt bei einer Freiwilligenaktion zu Nadel und Faden. Sie stellten einen Nachmittag lang 120 Herzkissen für Brustkrebspatientinnen her. Die bunten Kissen werden in Kürze kostenlos an betroffene Frauen in den Rhein-Kreis Neuss Kliniken sowie im Lukaskrankenhaus und im Johanna-Etienne-Krankenhaus verteilt. 

Nach 2015 engagieren sich Kreismitarbeiter im Rahmen eines Freiwilligentags 2017 wieder für einen guten Zweck. „Wir wollen damit zeigen, dass wir nicht nur ein großer Dienstleiter sind für die Bürger, Unternehmen, Städte und Gemeinden, sondern auch soziale Verantwortung übernehmen. Außerdem stärken gemeinsame Projekte den Team-Gedanken innerhalb eines Amtes oder einer Abteilung“, betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.
Mit der Herzkissen-Aktion ging das Kreisgesundheitsamt mit gutem Beispiel voran. Mitarbeiterin Ute Trienekens gab den Anstoß dazu: Sie hat bei ihrer Arbeit täglich mit Brustkrebs-Patientinnen zu tun und erfuhr über Bekannte von dem Ehrenamtler-Projekt „Heart Pillow“. Begeistert ist die Kreismitarbeiterin von der Resonanz in der Kreisverwaltung: „Auch Freiwillige von anderen Ämtern haben mitgemacht, und mehrere Kolleginnen haben sogar Sponsoren für die Stoffe gefunden“, berichtet Ute Trienekens. Die farbenfrohen Stoffe wurden in einer regelrechten Produktionsstraße zugeschnitten, zusammengenäht und gefüllt. Sie alle sollen zusammen mit einer persönlichen Botschaft den Patientinnen Mut machen.
Amtsleiter Michael Dörr zeigt sich sehr zufrieden mit der Aktion: „Trotz der großen Hitze herrschte eine tolle Stimmung an den Nähmaschinen und Packtischen, denn alle freuten sich, dass sie an einem so schönen und sinnvollen Projekt teilnehmen konnten.“ Er ist sicher, dass die Herzkissen, die den Patientinnen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, über schwere Zeiten hinweg helfen können.

Projekt Herzkissen 
Das Projekt „Heart Pillow“ – Herzkissen – stammt ursprünglich aus den USA; 2006 brachte eine dänische Krankenschwester die Idee nach Europa. Heute gibt es diese Aktion bundesweit in vielen Städten: Ehrenamtler nähen für Brustkrebspatientinnen. Dabei haben die Kissen sowohl medizinischen als auch psychologischen Nutzen: Sie trösten und lindern Schmerzen – wenn sie zum Beispiel nach einer Operation unter den Arm geklemmt werden.

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