Kreisgesundheitsamt kämpft gegen die Verbreitung resistenter Bakterien

Das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss beteiligt sich am Kampf gegen multiresistente Erreger wie MRSA in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Rehabilitationskliniken. Das wurde jetzt bei der konstituierenden Sitzung für das Euregio-Projekt „One Health“ im Kreishaus Grevenbroich deutlich. „Die Verbreitung der Erreger kennt keine Grenzen – weder zwischen den verschiedenen medizinischen Einrichtungen noch zwischen den Städten, Kreisen oder Ländern. Deshalb setzt der Rhein-Kreis Neuss auf die Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus der Euregio Rhein-Maas-Nord“, sagte Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky.

„One Health“ soll zum verbesserten Schutz der Bevölkerung vor multiresistenten Erregern beitragen. „Durch grenzübergreifenden Informationsaustausch, einheitliche Standards und Fortbildungen wird das Bewusstsein für eine strikte Einhaltung der Hygieneregeln und den verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika weiter geweckt“, so Amtsarzt Dr. Michael Dörr. Viele Infektionen mit multiresistenten Erregern seien schließlich vermeidbar. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizinern, da viele tierische Infektionskrankheiten für Menschen ansteckend sind und resistente Erreger oftmals zwischen Mensch und Tier ausgetauscht werden. An dem ersten Treffen nahmen die Vertreter der Gesundheitsämter Mönchengladbach, Krefeld, Viersen und Kleve sowie der niederländische Provinz Limburg-Nord teil. Moderiert wurde die Auftaktveranstaltung von Mankowsky und Dörr. Finanziert wird das Projekt größtenteils aus Mitteln des sogenannten INTERREG V A-Programms „Deutschland-Nederland“.

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