Junge Union für Jugendtaxi

Junge Union für Jugendtaxi

Junge Grevenbroicher teilen sich abends ein Taxi und die Stadt zahlt die Hälfte des Fahrpreises. Laut einem Antrag, der jetzt von der UWG in den Rat eingebracht wurde, soll das bald möglich sein. Auch die Junge Union hat sich in den letzten Wochen mit dieser Idee aus der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Hachenburg auseinandergesetzt: “Wir hätten einen gemeinsamen Antrag von CDU und UWG zwar sinnvoller gefunden, dennoch werden wir das Projekt unterstützen.”

Seit 2011 werden Taxifahrten innerhalb der Verbandsgemeinde Hachenburg von Jugendlichen, die im Verbandsgebiet wohnen, bezuschusst. Und das funktioniert so: Im Taxi müssen die Jugendlichen einen Mitfahrschein ausfüllen und am Ende der Fahrt den halben Fahrpreis zahlen. Die Abrechnung des Zuschusses erfolgt dann über die Taxi-Unternehmen direkt mit der Verbandsgemeinde. Das Angebot steht den Jugendlichen (grundsätzlich zw. 14 und 21 Jahren) am Wochenende und vor Feiertagen von 20:00 bis 05:00 Uhr sowie von Sonntag auf Montag und an Feiertagen jeweils von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr zur Verfügung.
Auch für Grevenbroich sei das Jugendtaxi eine sinnvolle Ergänzung, findet die JU. So sei das Busangebot abends und nachts auch trotz des Nachtbusses, der bislang zudem nur von Samstag auf Sonntag fährt, nicht ausreichend. Vor allem Jugendliche aus den äußeren Stadtteilen, die nicht mal eben mit dem Rad oder zu Fuß nachhause kommen könnten, seien so benachteiligt. Das Jugendtaxi könne die Mobilität erhöhen und dazu beitragen, dass der Nachwuchs sicher heimkehre. Die Junge Union regt daher an, das Jugendtaxi in Grevenbroich als zunächst befristeten Test zu starten. So könne bei geringen Kosten geprüft werden, ob und wie das Jugendtaxi angenommen werde. Zudem würde es die Junge Union begrüßen, wenn die Verwaltung diesbezüglich Gespräche über Rahmenverträge mit den örtlichen Taxiunternehmen aufnehme. Einen Missbrauch durch übermäßige Einzelfahrten befürchtet die Junge Union indes nicht. Dem beuge der Selbstkostenanteil der Jugendlichen vor. Zu prüfen sei darüber hinaus auch eine Kooperation mit der Gemeinde Rommerskirchen, denn auch dort möchte die JU das Jugendtaxi bald an den Start bringen.