Journalisten von WDR, BR, ZEITmagazin, Spiegel Wissen und NGZ für vorbildliche Berichterstattung ausgezeichnet

Journalisten von WDR, BR, ZEITmagazin, Spiegel Wissen und NGZ für vorbildliche Berichterstattung ausgezeichnet

Bei einem Festakt im barocken Wasserschloss Dyck in Jüchen bei Neuss hat der Rhein-Kreis Neuss gestern seinen mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Journalistenpreis „Pro Ehrenamt – Hermann-Wilhelm Thywissen-Preis“ vergeben. Für die vorbildliche Berichterstattung über ehrenamtliches Engagement in Presse, Funk und Fernsehen wurden elf Journalisten in fünf, jeweils mit 4 000 Euro dotierten, Kategorien ausgezeichnet.

Um die Auszeichnung hatten sich rund 140 Redaktionen, Sender und Journalisten mit mehr als 300 Beiträgen beworben. Der Rhein-Kreis Neuss hat den renommierten Preis, der an die Verdienste des ehemaligen Neusser Oberbürgermeisters und Ehrenbürgers Hermann Wilhelm Thywissen erinnert, zum achten Mal bundesweit ausgeschrieben. Landrat Hans Jürgen Petrauschke war voll des Lobes über die diesjährigen Wettbewerbsergebnisse: „Allesamt zeigen sie, dass das Engagement des Einzelnen für das Gemeinwohl in beeindruckender Vielfalt stattfindet und berichtenswert ist.“ Er appellierte in seiner Festansprache an die Journalisten, nicht nachzulassen in ihrem Interesse an den Freiwilligen, denn „ihre Nachrichten und Reportagen stellen eindrucksvoll unter Beweis, wie wichtig das Ehrenamt für uns alle ist.“
Der für sein soziales Engagement vielfach ausgezeichnete Boxweltmeister und Olympia-Sieger Henry Maske hielt die Festrede. „Sich zu engagieren, tut gut – weil man anderen Menschen etwas geben kann, weil man daraus selbst Stärke und Lebenssinn beziehen kann. Er erinnerte an seine früheren Trainer, ohne die es keinen Olympiasieger und Boxweltmeister Henry Maske gegeben hätte. „Maske selbst setzt sich seit 1999 mit seiner Stiftung „A Place for Kids“ für straffällige und benachteiligte Jugendliche ein.
Ferdinand Wilhelm Thywissen dankte dem Rhein-Kreis Neuss für die Auslobung dieses Journalistenpreises, der auch das soziale Engagement seines verstorbenen Vaters, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, in Erinnerung hält. Mit seiner Ankündigung, dass die Familie entschieden habe, den Journalistenpreis mit weiteren
100 000 Euro zu unterstützen, sorgte er für eine große Überraschung und Beifall im Festsaal.

In der Kategorie „Fernsehen“ wurde das Autorenteam Wolfgang Minder/Fritz Sprengart für seine Reportage „Wenn der Hass an die Tür klopft – Wie Rechtsextreme Bürger einschüchtern“ in der WDR-Reihe „die story“ als bester Beitrag geehrt. Der Hörfunkpreis ging an Dr. Matthias Morgenroth für die Reportage „Helfen – Eine Kulturgeschichte des Gutseins“ im Bayerischen Rundfunk.
Den ersten Preis in der Kategorie „Print“ erhielt die Berliner Journalistin Ilka Piepgras für den Artikel „Von einer, die auszog, das Sterben zu lernen“ im ZEITmagazin. Den ersten Preis in der Kategorie „Lokales“ teilen sich das Team der WDR-Lokalzeit „Extra“ mit Redaktionsleiter Ralf Makrutzki, Marc Merken, Christian Dassel und Lena Breuer für die Ehrenamtsserie „Im Einsatz für andere“, und Gundhild Tillmanns für die Artikelserie „Brandeilig“ in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.
Den Nachwuchsförderpreis bekamen Sarah Wiedenhöft für den Artikel „Helden der Kindheit“ im Magazin „Spiegel Wissen“ und Suli Kurban für die Sendung „Der Löwe von Neuperlach“ in der Reihe „Lebenslinien“ im BR-Fernsehen. „Allesamt sind das keine Artikel und Filmbeiträge, die man konsumieren und dann vergessen kann. Es sind Dokumentationen, die unter die Haut gehen, aufrüttelnde Sozialreportagen, die im Gedächtnis bleiben und die vielleicht Leser und Fernsehzuschauer ermuntern können, selber ehrenamtlich aktiv zu werden“, schrieb Ministerpräsident Armin Laschet in einem Grußwort zur Preisverleihung.

Eine Fachjury unter dem Vorsitz des Neusser TV-Journalisten Wolfram Kons, Gesamtleiter RTL Charity, entschied über die Vergabe der Preise. Zu ihr gehörten Dr. Volker Schulze (Publizist und früher Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger), Horst Thoren (stellvertretender Chefredakteur der Rheinischen Post), Gabi Ludwig (Chefredakteurin der NRW-Landesprogramme im WDR-Fernsehen), Udo Kreuer (Chefredakteur und stellvertretender Programmdirektor von radio NRW), Bruni Reitzenstein (Chefin vom Dienst und Autorin beim ZDF) sowie Harald Vieten, Leiter des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss.