Initiativpreis für Internationales Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“

Seit 2001 wird von der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und vom Verein Deutsche Sprache e. V. (Dortmund) der Kulturpreis Deutsche Sprache vergeben. Der Initiativpreis der dreiteiligen Würdigung geht in diesem Jahr an das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ des Rhein-Kreises Neuss in Dormagen-Zons. „Dieser hochrangige Kulturpreis ist eine große Bestätigung für die Arbeit des Internationalen Mundartarchivs“, freut sich Einrichtungsleiter Achim Thyssen nicht ohne Stolz über die Auszeichnung. Die Preisverleihung findet am 8. Oktober in Kassel statt.

Der Initiativpreis Deutsche Sprache ist mit 5.000 Euro dotiert. „Mit dem Preis honorieren wir die Leistung des Mundartarchivs, Dialekte als festen Bestandteil der lebendigen Alltagssprache zu dokumentieren und zu sammeln. Der Kulturpreis Deutsche Sprache würdigt damit auch die Bedeutung der Dialekte für die deutsche Sprache“, erklärte die Jury. In den vergangenen Jahren erhielten diesen Preis unter anderem die Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur der Universität Olmütz, die Schriftstellerin Marica Bodrozic, der Philosoph Dieter Schönecker, das medizinische Beratungsprojekt „Was hab‘ ich?“, das Fördernetzwerk „Mentor – Die Leselernhelfer“ und die Gesangsgruppe „Wortart Ensemble“.
Den mit 30.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2016 erhält die Theaterregisseurin und Schauspielerin Katharina Thalbach. Der undotierte Institutionenpreis Deutsche Sprache geht an das Projekt „DeutschSommer“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt. Die Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache besteht aus Prof. Dr. Helmut Glück (Sprecher, Bamberg), Dr. Holger Klatte (Geschäftsführung, Dortmund), Prof. Dr. Wolf Peter Klein (Würzburg), Prof. Dr. Walter Krämer (Dortmund), Dr. Anke Sauter (Frankfurt), Dipl.-Ing. Eberhard Schöck (Baden-Baden) und Prof. Dr. Waltraud Wende (Berlin).

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