Initiativpreis für Internationales Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“

Zum 16. Mal wurde jetzt in Kassel der dreiteilige und mit insgesamt 35 000 Euro dotierte Kulturpreis Deutsche Sprache verliehen. Seit 2001 wird er von der Eberhard-Schöck-Stiftung (Baden-Baden) und vom Verein Deutsche Sprache e. V. (Dortmund) vergeben. Der „Initiativpreis“ und 5.000 Euro für „Ideen für die Förderung und Weiterentwicklung der deutschen Sprache“ gingen in diesem Jahr an das Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ des Rhein-Kreises Neuss in Dormagen-Zons. 

Die Jury honorierte das Engagement des Archivs, Dialekte als festen Bestandteil der lebendigen Alltagssprache zu dokumentieren und zu sammeln. Seine Freude über diese Würdigung der Mundarten als Kulturgut betonte Achim Thyssen, Leiter des Internationale Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“, der die Auszeichnung in Kassel im Beisein von Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes entgegennahm. „Der Initiativpreis Deutsche Sprache ist für uns eine Ehre und eine wunderbare Anerkennung und Bestätigung unserer Arbeit“, sagte Thyssen in seiner Dankesrede. In den vergangenen Jahren erhielten diesen Preis unter anderem die Arbeitsstelle für deutschmährische Literatur der Universität Olmütz, die Schriftstellerin Marica Bodrozic, der Philosoph Dieter Schönecker, das medizinische Beratungsprojekt „Was hab‘ ich?“, das Fördernetzwerk „Mentor – Die Leselernhelfer“ und die Gesangsgruppe „Wortart Ensemble“. Der mit 30.000 Euro dotierte Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2016 ging an die Theaterregisseurin und Schauspielerin Katharina Thalbach. Den undotierten Institutionenpreis Deutsche Sprache erhielt das Projekt „DeutschSommer“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt.

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