„In unserem Club steht das Miteinander im Vordergrund“

„In unserem Club steht das Miteinander im Vordergrund“

Im Gespräch mit dem Vorstand des Tennis-Club Gustorf 1980 e. V.

Es ist ein bekanntes Problem, welches zu einem großen Teil dem Leben in der heutigen Zeit geschuldet oder zuzuordnen ist: Mitgliederschwund. Jeder der über 70 Sportvereine im Grevenbroicher Stadtgebiet beschäftigt sich mit der Thematik Rückgang der Mitgliederzahlen und fehlendem Nachwuchs, müssen sich neu erfinden und aufstellen. Auch beim TC Gustorf hat man sich die wichtige Frage zur Zukunft des Vereines gestellt. Bei einer gemeinsamen Klausurtagung im August 2017 wurde die Neuausrichtung, der künftige Weg des Clubs ausführlich besprochen und festgelegt. Das StattBlatt hakte in einem gemeinsamen Gespräch nach, traf sich dazu mit den Vorstandsmitgliedern Stephan Arand (1. Vorsitzender), Detlef Südkamp (Geschäftsführer) und Dietmar Klöther (Kassierer). Heraus kam ein interessantes Gespräch über den Sport, den zukünftigen Weg des Vereins und neue Projekte.



Peter Nobis: Sagen Sie, wie sind Sie eigentlich damals zum Tennissport gekommen?
Stephan Arand: Durch einen Umzug von Düsseldorf nach Grevenbroich bedingt habe ich mir eine neue Sportart als Ausgleich zum Arbeitsalltag gesucht und somit beim TCG eine neue sportliche Heimat gefunden.

Detlef Südkamp: Bei mir waren es seinerzeit tennisspielende Kameraden aus einer Fußballmannschaft, über die mein Weg zum Tennis führte. Da bin ich übrigens kein Einzelfall, denn insbesondere Fußballer finden oft den Weg zum Tennis – selbst, wenn sie bereits jenseits der 30 sind.

Dietmar Klöther: Ich habe meiner Tochter beim Training zugeschaut und sie gelegentlich zu den Matches begleitet. So ist der Funke übergesprungen und mittlerweile habe ich selber bereits das eine oder andere Neu-Mitglied aus meinem eigenen Umfeld für unseren Club begeistern und gewinnen können.


PN: Ihre persönliche Einschätzung – was macht Ihren Verein so besonders?
SA: Dem „weißen Sport“ wird allzu gerne ein Hauch elitärer Noblesse angedichtet. Genau das, und insbesondere ein Statusdenken, wird man beim Tennis-Club Gustorf jedoch vergeblich suchen. Vielmehr sehen wir uns als Club, der sich öffnet für interessierte Freizeitsportler aller Generationen, für die gesamte Familie, für Jung und Alt, für Zuschauer und auch für Nicht-Mitglieder. Das Wichtigste aber sind natürlich die bestens gepflegten Tennisplätze. Hier bieten sich ideale Trainings- und Wettkampfbedingungen und im Herzstück der Anlage, unserem Clubhaus mit Terrasse, finden Sportler und Gäste optimale Angebote zum gemütlichen Beisammensein. Kurz um: beim TC Gustorf steht das Miteinander im Vordergrund, und zwar sowohl für die Sparten des Medenspielbetriebes, als auch für die Bereiche Hobby-und Breitensport.


PN: Welche sportlichen Erfolge gab es in JÜNGSTER ZEIT zu verzeichnen?
DS: Hier wären die beiden hintereinander liegenden Aufstiege unserer „Herren 40“ Medenspiel-Mannschaft zu nennen. Die Jungs sind 2016 von der Kreisklasse B in die Kreisklasse A und 2017 dann in die Kreisliga A aufgestiegen. Auch unsere erst vor zwei Jahren neu gegründete Breitensport-Mannschaft hat sich unter der Leitung von Ralf Kühn in diesem Jahr mit einem fünften Platz mehr als achtbar aus der Affäre gezogen.

DK: Und auch unsere beiden Mitglieder Susanne und Ralf Müller hatten Grund zur Freude, denn als stolze Eltern konnten sie sich mit Ihrem Sohn Marc nach dessen Gewinn der Stadtmeisterschaft sowie der Vize-Kreismeister in der „Altersklasse 10“ über zwei bemerkenswerte Erfolge Ihres Juniors freuen.

PN: Ihr Club plant ein Sommer-Ferien-Camp für den Sommer 2018. Gewähren Sie uns dazu einen kleinen Einblick in Ihr Projekt?
DK: Das Sommer-Ferien-Camp soll sich an den früheren Sommer-Ferien-Camps des TCG orientieren. Wir möchten Kindern und Jugendlichen die Chance geben, durch Spaß und Spiel und unter kompetenter Betreuung ein wenig in den Tennissport hinein zu schnuppern.
Aber auch abseits der Tennisplätze gibt es etwas zu erleben. Hier sind beispielsweise eine Schnitzeljagd, eine Nachtwanderung, ein Lagerfeuer und natürlich eine Grillveranstaltung mit anschließendem Zeltlager angedacht. Details dazu werden wir termingerecht nachreichen.

PN: Was haben Sie sich für das neue Jahr 2018 sonst noch auf die Fahne geschrieben?Welche Projekte möchten Sie gerne in Angriff nehmen?
SA: Im sportlichen Bereich streben wir folgende Dinge an: erstens wollen wir unseren Breitensport-Bereich weiter ausbauen und insbesondere auch Damen für`s Mitmachen gewinnen. Zweitens soll durch den Aufbau einer stabilen Jugendabteilung ein neuer Impuls gesetzt werden. Und Drittens möchten wir mit Schulen und Firmen in der Umgebung in Kontakt treten, um zum Beispiel einer Sport AG die Nutzung unserer Tennisanlage zu ermöglichen.

DS: Auf geselliger Ebene wollen wir auf unserer Clubanlage vermehrt auch wieder Angebote für sonstige Veranstaltungen bereithalten. Und zwar für Jung oder Alt, für Mitglieder und Nicht-Mitglieder. Dies können Spiele- und Kochabende, Filmvorführungen oder ähnliches sein. Lassen Sie sich überraschen.

DK: Allen interessierten Neueinsteigern bieten wir sogar bis zum 31. März 2018 ein ganz besonderen Bonbon. Wer bis dahin seine Mitgliedschaft anmeldet, auf den wartet 2018 mit einem Beitragsrabatt von satten 50 Prozent ein absoluter Angebotsknaller. Und, last but not least: Partner und Familien erhalten bei uns natürlich zusätzliche Beitragsrabatte.

PN: Erzählen Sie uns etwas über das Thema Breitensport in Ihrem Verein. Ein Bereich, auf den Sie besonderes Augenmerk richten?
SA: Der Breitensport im TCG ist eine Erfolgsgeschichte. Im Breitensport geht es etwas lockerer zu als im Medenspielbetrieb, denn hier steht weniger der Wettkampf, als vielmehr der Spaß am Hobby im Vordergrund. Nachdem wir 2016 in den Breitensport eingestiegen sind, haben sich immer mehr Spieler ab 50 Jahren entschlossen, dabei zu sein. So stehen Überlegungen an, statt bisher einer für 2018 vielleicht sogar zwei Breitensport-Mannschaften zu melden. Das Interesse unserer Mitglieder daran ist riesig und wer mag, kann und soll sich gerne anschließen.

PN: Nehmen wir an, Sie haben drei Worte, mit dem Sie Ihren Verein beschreiben können. Welche Worte wären das?
DS: Da bedarf es keiner langen Überlegung: Miteinander – Füreinander – Familiär

PN: In der Wintersaison wird ja bekanntlich Indoor-Tennis gespielt. Haben Sie da ein spezielles Angebot für Ihre Mitglieder?
DK: Hier möchten wir gleich zwei tolle Angebote herausstellen. Allen interessierten Neueinsteigern bieten wir zum Kennenlernen des Tennissports bei Bedarf fünf kostenfreie Schnupperstunden. Schnellentschlossene wollen wir sogar mit einem ganz besonderen Bonbon belohnen. Wer bis zum 31. März 2018 seine Mitgliedschaft anmeldet, auf den wartet 2018 mit einem Beitragsrabatt von satten 50 Prozent ein absoluter Angebotsknaller. Und, last but not least: Partner und Familien erhalten bei uns natürlich zusätzliche Beitragsrabatte.

PN: Was wenige Menschen wissen – Ihr schmuckes Vereinsheim kann auch von Nicht-Mitgliedern für Veranstaltungen aller Art gemietet werden. Wie ist da der Ablauf?
DS: In der Tat stellen wir unser Clubhaus – bei Bedarf sogar die gesamte Anlage – zu fairen Bedingungen, auch extern, gerne zur Verfügung, wenn dies terminlich mit dem Spielbetrieb auf unserer Club-Anlage im Einklang steht. Hierbei ist es dann unerheblich, ob es sich um eine private Feier, eine Firmenveranstaltung oder eine Vereinszusammenkunft handelt: sprechen Sie uns einfach an – und wir reden darüber.

PN: Wo möchten Sie Ihren Verein im Jahr 2020, zum 40-jährigen Bestehen, sehen? Welche langfristigen Ziele haben Sie sich gesteckt?
SA: Hier steht ganz klar die Sicherung und Erweiterung des Mitgliederbestandes im Fokus. Hierzu werden wir gleichermaßen bemüht sein, sowohl um die Integration von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern, als auch um das Wachstum der Meden-, Hobby- und Breitensport-Mannschaften. Und schon heute ist klar: die Ideen und Interessen unsere Mitglieder werden bei der Planung und Gestaltung des Jubiläums intensiv eingebunden.