Ilse Rübsteck verstorben

Ilse Rübsteck, geboren in Hochneukirch, ist im Alter von 95 verstorben. Ilse Rübsteck gehörte zu den Überlebenden der Judenverfolgung in der Gemeinde Jüchen durch die Nationalsozialisten. Sie verbrachte ihre Jugend in Hochneukirch und wurde 1941 als Zwangsarbeiterin nach Riga verschleppt, wo sie über Jahre hinweg für die SS und die Wehrmacht arbeiten musste. Ihre Eltern wurden beide in Auschwitz ermordet. 

„Der Tod von Ilse Rübsteck erfüllt die Gemeinde Jüchen mit großer Trauer. Ich erinnere mich gerne an die vielen schönen Begegnungen mit Ilse Rübsteck. Obwohl  sie in Ahrweiler wohnte, besuchte sie regelmäßig die Gedenkfeiern zur Pogromnacht in unserer Gemeinde. Noch im letzten Jahr hat sie vor Schülern unseres Schulzentrums in bewegenden Worten über ihren Leidensweg unter den Nationalsozialisten und über ihre Rückkehr in ihren Heimatort Hochneukirch gesprochen. Sie tat dies ohne Schuldzuweisungen und immer verbunden mit der Hoffnung, das die jungen Leute sich für Frieden und Freiheit in unserem Land und in Europa eingagieren“, so Harald Zillikens. „Für diese Begegnungen bin ich sehr dankbar. Die Gemeinde Jüchen wird ihr ein ewiges Andenken bewahren“.
Eine besondere Ehre wurde Ilse Rübsteck,  geborene Falkenstein, im Jahre 2012 zu teil. Im Verlauf der jährlichen Gedenkfeier an die Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 enthüllte Ilse Rübsteck gemeinsam mit Bürgermeister Harald Zillikens das Straßenschild für die neue Falkensteinstraße in Hochneukirch. Etliche Mitglieder der in Hochneukirch beheimateten Großfamilie Falkenstein waren während des Holocaust von den Nationalsozialisten ermordet worden.

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