Hydro investiert rund 230 Millionen Euro im Rheinland

Hydro, der führende europäische Aluminiumkonzern, kommt mit seinen Investitionsprojekten in Neuss und Grevenbroich gut voran. Insgesamt werden bis 2016 230 Millionen Euro investiert. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Hydro-Vorstand Kjetil Ebbesberg legten am 2. Juni den Grundstein zum Bau einer dritten Fertigungslinie für Fahrzeugkarosseriebleche aus Aluminium – dem Herzstück des Investitionsprogramms.

„Für Nordrhein-Westfalen ist diese Großinvestition in Anbetracht der derzeitigen Energiediskussion ein sehr wichtiges Signal“, sagte Duin. Hydro investiert in diese Produktionsanlage allein 130 Millionen Euro. Der Betrieb soll im zweiten Halbjahr 2016 starten. Damit steigert Hydro die Kapazität für Aluminiumkarosseriebleche von zurzeit 50.000 auf 200.000 Tonnen im Jahr. Die Nachfrage der Autohersteller nach Aluminium steigt enorm an, weil der vergleichsweise leichte, aber stabile Werkstoff dank großer Gewichtsersparnis den Treibstoffverbrauch und damit den Ausstoß von CO2 senkt. „Unsere neue Produktionslinie ist ein entscheidender Schritt, um den schnell ansteigenden Bedarf unserer Kunden bedienen zu können“, sagte Ebbesberg. Mit der neuen Produktionslinie schafft Hydro 25 zusätzliche Arbeitsplätze. Die neue, hochmoderne Anlage setzt sich aus einer 190 Meter langen Produktionshalle, Nebengebäuden und einem Hochregallager zusammen. Die Produktionshalle wird mit drei Linien das Zentrum der Anlage bilden und ist als Stahlkonstruktion mit gedämmter Trapezblechfassade und einem umlaufenden Betonsockel geplant.

Insgesamt erweitert und modernisiert Hydro seine Anlagen im Rheinland zurzeit für 230 Millionen Euro. Wichtigste aktuelle Projekte sind Erneuerung und Ausbau der Warmwalzkapazität um 150.000 Tonnen bei Alunorf in Neuss, einer Hydro-Beteiligung, mit einer Gesamtinvestition von 80 Millionen Euro. Zudem werden 45 Millionen Euro in den Bau einer neuen Anlage zum Sortieren und Recyceln gebrauchter Aluminiumgetränkedosen im Rheinwerk der Hydro in Neuss gesteckt. Dort wird die Recyclingkapazität um 50.000 Tonnen gesteigert.

Foto: Motorhauben, Türen und Kotflügel aus Aluminium sind so leicht, dass sie sich mit 1 Finger heben lassen – NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (l.), Rheinkreis-Neuss-Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (2.v.r.) und Hydro-Vorstand Kjetil Ebbesberg (r.) beweisen es.  (Foto: Hydro/ Anja Tinter)

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