Hunde im Frühling beim Spaziergang im Blick behalten

Das Kreisveterinäramt appelliert an Hundehalter, ihre Tiere in diesen Wochen im Blick zu behalten und – wenn möglich – an die Leine zu nehmen. Dafür gibt es zwei Gründe: zum einen der Nachwuchs wildlebender Tiere und zum anderen die Verunreinigung von landwirtschaftlichen Flächen durch Hundekot. 

„Insbesondere jetzt im Frühling ist Rücksichtnahme gefragt“, betont Dr. Frank Schäfer, Leiter des Kreisveterinäramtes. „Denn freilaufende Hunde sind eine Gefahr für alle jungen Wildtiere, und wenn sie auf Feldern ihr Geschäft verrichten, sind zum Beispiel Erdbeeren und Salatpflanzen hinterher für den Verzehr nicht mehr geeignet.“ Dr. Schäfer erklärt, weshalb Hundebesitzer und ihre Vierbeiner aus Sicht der Jäger auf dem Weg bleiben sollten: „Hunde können den Ablauf von Brut und Aufzucht gefährden. Denn die Elterntiere können durch die Witterung des Hundes erschrecken und dadurch ihren Nachwuchs vernachlässigen. Rehkitze werden im schlimmsten Fall von ihren Müttern nicht mehr angenommen.“ Deshalb sollten Spaziergänger auch ohne offizielle Leinenpflicht die Tiere zum Beispiel entlang von Feldern, Wiesen und Büschen anleinen. Wenn sie die Hunde frei laufen lassen, sollten sie darauf achten, dass diese möglichst auf dem Weg bleiben.

Die Rommerskirchener Landwirtin Andrea Dürselen stellt fest, dass immer häufiger Hundebesitzer die Tiere rund um ihren Dyxmannshof frei laufen lassen. „Dafür habe ich wenig Verständnis“, sagt sie: „Wir Landwirte produzieren Lebensmittel, die nicht nur beschädigt, sondern unbrauchbar werden, wenn Hunde die Felder als Toilette benutzen.“ Verheerende Schäden richten die Tiere auch an, wenn sie auf frisch bestellten Feldern frei herumlaufen und die dort ausgelegten Folien beschädigen. Andrea Dürselen, die als Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Rommerskrichen selbst Hunde hat, appelliert an Hundebesitzer, mit zum Erhalt des Lebensraums Natur beizutragen: „So lange jeder mit seinem Vierbeiner auf den Wegen bleibt, ist alles in Ordnung. Aber auf dem Feld hat niemand außer den Landwirten selbst etwas verloren.“

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es beim Veterinäramt des Rhein-Kreises Neuss unter Telefon 02181-6013901.

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