Herzkranzgefäße und Herzinfarkt im Blick

Unter der Überschrift „Herz in Gefahr“ waren Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt Thema der schon traditionellen Informationsveranstaltung, zu der die Deutsche Herzstiftung in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss ins Kreishaus Grevenbroich einlädt. Das Angebot, sich unter der Schirmherrschaft von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Michael Haude, Chef-Kardiologe am Lukaskrankenhaus Neuss, aus erster Hand von Experten informieren zu lassen, nutzten rund 140 Besucher.

Vor dem Hintergrund, dass sich etwa 4.600 Menschen aus dem Rhein-Kreis Neuss pro Jahr wegen Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße in ein Krankenhaus begeben, dankte Landrat Petrauschke den Veranstaltungspartnern für ihr besonderes Engagement in der Gesundheitsvorsorge. Dr. Torsten Becker, Kardiologe am Lukaskrankenhaus, machte deutlich, dass in Deutschland jährlich 60.000 bis 80.000 Menschen einen plötzlichen Herztod erleiden. Die Alarmzeichen für einen Infarkt erläuterte Marc Zellerhoff, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes. Sie reichen von Schmerzen im Brustkorb, Engegefühl, Atemnot und Übelkeit bis zu Schwächegefühl und blassen Gesichtszügen. Dr. Carlos Correia de Freitas, Oberarzt am Lukaskrankenhaus, schilderte die Behandlungsmöglichkeiten beim Herzinfarkt. Unverzichtbar sei in diesem Zusammenhang die Herzkatheter-Untersuchung – möglichst innerhalb von 60 Minuten.

Dr. Rainer Budde, niedergelassener Kardiologe aus Grevenbroich, warb als Vorsorge für einen gesunden Lebensstil. Fünf Mal die Woche ein 30-minütiges Ausdauertraining sei sinnvoll, wenn es die Kondition zulasse. Mittelmeerküche und der Verzicht aufs Rauchen ergänzten eine gesunde Lebensführung. Auch das Thema Blutdruck kam zur Sprache. Hier war die einhellige wissenschaftliche Meinung, dass ein systolischer Wert – also der erste Messwert – von 120 optimal sei. Organisiert worden war das Herz-Seminar in Grevenbroich vom Herzstiftungsbeauftragten Günter Kopp mit seiner Ehefrau Beate. Die Moderation der Veranstaltung hatte RP-Redakteurin Ruth Wiedner übernommen.

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