Die Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft in den USA und Deutschland stand jetzt im Fokus beim US-German Digital Health Forum. Fiona S. Evans, US-Generalkonsulin in Düsseldorf, und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke begrüßten rund 100 Gäste auf Schloss Dyck. Zehn von ihnen waren aus den USA angereist zu der Veranstaltung, zu der der Rhein-Kreis Neuss, das US-Generalkonsulat und die Entscheiderfabrik aus Grevenbroich eingeladen hatten.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hob die Bedeutung der Medizin- und Digitalwirtschaft für die Region hervor. „Mit 450 Unternehmen und rund 20 000 Beschäftigten ist sie die zweitwichtigste Branche für unseren heimischen Arbeitsmarkt“, sagte Petrauschke und fügte hinzu: „Wir im Rhein-Kreis Neuss wollen den digitalen Wandel aktiv mitgestalten und engagieren uns für die digitale Wirtschaft.“ Deutschland hat bei der Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft noch Ausbaupotential – das wurde allen Teilnehmern des Forums deutlich. Dr. Dirk Ghadamgahi, Medical Director bei Johnson & Johnson, nannte konkrete Zahlen: „Beim ´Digital Health Index´, der auf einer Bertelsmann-Studie basiert, liegt Deutschland auf dem vorletzten Platz. Das muss sich ändern.“ Er appellierte an die Teilnehmer: „Wir sollten die Chancen der digitalen Transformation nutzen.“

Bei der Podiumsdiskussion waren sich die Redner darüber einig, dass ein besserer Datenaustausch nicht nur Fehler vermeidet, sondern auch Pfleger und Ärzte unterstützt. „Dann kann sich das Personal mehr um die Patienten kümmern“, erläuterte Ghadamgahi. Lebhaft diskutierten Dirk Ghadamgahi, Ken Walsh vom U.S. Department of Commercie, Ralph Gross von Blupanda und Kreisdirektor Dirk Brügge über die Digitalisierung in der Praxis, in Unternehmen sowie in Kliniken.