Geschichte im Gewölbekeller 2017

Auch 2017 setzt das Archiv im Rhein-Kreis Neuss seine beliebte Vortragsreihe „Geschichte im Gewölbekeller“ fort. Schwerpunkte im aktuellen Halbjahresprogramm sind Jubiläen und historische Sehenswürdigkeiten der Region. 

Den Auftakt macht Klaus Karl Kaster aus Neuss, stellvertretender Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des historischen Nordkanals in Neuss e.V., am 25. Januar. Er spricht über das kürzlich restaurierte Neusser Epanchoir von 1809, das als Meisterwerk französischer Ingenieurskunst gilt. Am 14. März referiert Dr. Klaus Wisotzky, Leiter des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchiv, über Josef Terboven (1898-1945). Der Rheinländer Terboven war ein ebenso überzeugter wie skrupelloser Anhänger des Nationalsozialismus. Er stieg vom Gauleiter in Essen zum Oberpräsidenten der Rheinprovinz und schließlich zum Reichskommissar von Norwegen auf. Dr. Joachim Oepen vom Historischen Archiv des Erzbistums Köln geht am 4. April der Frage nach, inwiefern die Reformation, die sich 2017 zum 500. Mal jährt, auch für das katholische Rheinland als Jubiläum von Bedeutung ist. Geografisch steht dabei das Erzbistum Köln im Mittelpunkt, in dem sich im Zuge der Reformation an Stelle der einen christlichen Kirche die drei Bekenntnisse katholisch, lutherisch und reformiert herausbildeten. Den Abschluss des Halbjahresprogramms bildet am 16. Mai ein Vortrag von Patrick Bormann vom Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn. Er beleuchtet die Anfänge des Dormagener Bayerwerks vor 100 Jahren und ordnet die Einrichtung dieses ersten großen Werkes in die lokale Kriegswirtschaft im Ersten Weltkrieg ein.

Archivleiter Stephen Schröder weist darauf hin, dass die Vorträge wie in der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit dem Dormagener Geschichtsverein e. V. stattfinden und mit einem gemütlichen Beisammensein enden. Veranstaltungsort ist der historische Gewölbekeller unter der Nordhalle von Burg Friedestrom in Dormagen-Zons; Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es beim Kreisarchiv unter Telefon 02133-530210.

Kommentare sind geschlossen.