Frühjahrsputz auf dem jüdischen Friedhof

Bevor die Projektgruppe „KKG-Gegen das Vergessen“ die Saison der Friedhofsführungen einleitet, sollte der Friedhof natürlich wieder entsprechend anschaulich gemacht werden. Dieses Mal nahm am traditionellen Frühjahrsputz neben einigen Projektschülern der Jahrgänge 12 und 13 die gesamte Klasse 7.1b von Klassenlehrer und Projektleiter Thomas Jentjens teil.

Die jungen Schüler sollten durch den Frühjahrsputz auf dem jüdischen Friedhof erstmalig für die Projektarbeit sensibilisiert werden. Neben den Frühjahrsputz hatte die Exkursion im Rahmen des GL-Unterrichts noch eine weitere Funktion: Die Schüler sollten Fragen zum Friedhof notieren und Infos zusammenstellen. In der Folgestunde kamen Projektleiter Reinhold Stieber und der Leiter des Arbeitskreises Judentum, Ulrich Herlitz, in den GL-Unterricht, um den Schülern Fragen zu beantworten, die Geschichte des Friedhofes und der Projektarbeit näherzubringen sowie das Engagement der Schüler wertzuschätzen. Die Schüler äußerten am Ende des Unterrichts zur Fragestellung „Warum ist der jüdische Friedhof ein besonderer Ort?“ beachtliches. Stellvertretend für die hochwertigen Antworten hier das Statement Christina Duras: „Der jüdische Friedhof ist ein besonderer Ort, weil man an die Menschen denkt, die teilweise ermordet wurden. Heute gibt es keine Juden mehr in Grevenbroich und dementsprechend auch keine Angehörigen, die den Friedhof in Stand halten könnten. Daher machen wir das im Rahmen unserer Patenschaft für den jüdischen Friedhof.“

Ulrich Herlitz und die Projektleiter zogen ein äußerst positives Fazit dieser „Doppelveranstaltung“ aus Frühjahrsputz mit anschließender Auswertung im Unterricht. Die Schülern hatten an dieser ersten Annäherung an die Projektarbeit ebenfalls viel Freude. Anders ist es nicht zu erklären, dass sich auf Herlitz Anfrage für die Teilnahme am folgenden „Denk´mal-Kunstprojekt“, unter Leitung von Gereon Riedel, direkt diverse Schüler begeistert meldeten. „Bei solch´ engagierten und interessierten Schülern brauchen wir uns keine Gedanken über den „KKG-Gegen das Vergessen – Nachwuchs“ zu machen.“, bilanzierten Jentjens und Stieber zufrieden.

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