Freiwillige Feuerwehr Jüchen rettet NABU-Pflanzungen vor dem Verdursten

Die ehrenamtlichen Mitglieder des NABU-Jüchen waren ratlos. Mit viel zeitlichem Aufwand und großem Einsatz haben die Aktiven des NABU rund 30 Bäume und über 100 Sträucher gepflanzt. Sie sollen zukünftig Jüchen verschönern und einen geplanten Wanderweg attraktiv und abwechslungsreich gestalten. 

Kurz vor Ostern waren endlich alle Pflanzen in der Erde. Für die folgenden Tage war sonniges und trockenes Wetter angesagt. Man könnte meinen, die Aktiven des NABU hätten sich auf ein entspanntes Wochenende mit Temperaturen von über 20 Grad gefreut. Doch gerade diese Wettervorhersage mit hohen Temperaturen und ohne Chance auf Regen bereitete den Aktiven Sorgen. Jeder Gärtner weiß, wie wichtig es ist, Neuanpflanzungen gründlich anzugießen. Die Wurzeln dürfen auf keinen Fall austrocknen. Der ganze Aufwand wäre umsonst und die Pflanzen würden eingehen. Wie sich schnell herausstellte, war es unmöglich, das Wasser mit Eimern aus dem etwa 100 Meter entfernten Jüchener Bach zu holen. Es scheiterte einfach an der benötigten Menge: „Wir können nicht tausende von Litern in Eimern transportieren und mitten auf dem Feld gibt es leider auch keinen Wasseranschluss.“
So stellten sich den NABU-Aktivisten folgende Fragen: Woher die benötigte Wassermenge nehmen? Wer kann so viel Wasser transportieren? Wer kann das Wasser fernab jeder Wasserleitung auf das freie Feld bringen?

Die Lösung des Problems brachte ein Anruf bei Heinz-Dieter Abels, dem Leiter der Jüchener Feuerwehr. Nachdem Dieter Bienert vom NABU die Notlage erklärt hatte, handelte der Chef der Feuerwehr sofort. Umgehend wurde ein Löschzug losgeschickt. Der Tankwagen der Feuerwehr fasst immerhin 2.500 Liter. Mit zwei Schläuchen bewässerten die sechs Feuerwehrleute der Bereitschaft die Jungpflanzen. Als selbst diese Menge nicht ausreichte, wurde der Tankzug noch dreimal nachgetankt und mit 10.000 Litern bekamen alle Pflanzen ausreichend rettendes Nass: „Das war in letzter Minute. Die ersten Pflanzen zeigten bereits Trockenschäden, werden es aber durch den beherzten Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr schaffen.“
Nach drei Stunden waren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und die NABU-Aktivisten zufrieden mit dem Einsatz. Die Jungpflanzen konnten sich in der kurzen Zeit schon sichtbar erholen. Eine Kontrolle am nächsten Tag zeigte, dass alle Pflanzen, die am Vortag noch traurig ihre Blätter hängen ließen, wieder gut aussahen und eine reelle Chance haben, anzuwachsen: „Ohne den schnellen und unbürokratischen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr hätten wir das nie geschafft. 1.000 randvolle 10 Liter Eimer Wasser hätten wir als kleine NABU-Gruppe niemals so schnell an die Pflanzen bringen können. Wir sind den Männern der Freiwilligen Feuerwehr um ihren Chef Heinz-Dieter Abels dankbar. Sie haben mit ihrem Einsatz dazu beigetragen, für Jüchen ein Stück Natur zu retten.“

Kommentare sind geschlossen.