„Europa und Wirtschaft“: Informationen 
über regionale EU-Förderprogramme

Die Förderprogramme der Europäischen Union eröffnen den Unternehmen der Region zahlreiche Chancen zur Weiterentwicklung. Das wurde jetzt bei einer Informationsveranstaltung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein in Krefeld deutlich. Die IHK, der Rhein-Kreis Neuss, die Standort Niederrhein GmbH und die Euregio Rhein-Maas-Nord begrüßten dort zahlreiche Gäste und unterrichteten sie über Förderungen durch die Programme ESF.NRW und INTERREG V a. 


IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz unterstrich die große Bedeutung von Europa für die 180 000 Unternehmen in seinem Bezirk, denn die Umfragen meldeten dort eine Exportquote von 54 Prozent. Dabei zeige sich, dass der Handel zwischen den EU-Mitgliedstaaten ebenso wichtig sei wie die in der Region getätigten Investitionen aus anderen EU-Ländern. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke dankte allen Partnern für die Zusammenarbeit bei der Ausrichtung der Veranstaltung und hob die Koordinierungsfunktion des „Europe Direct“-Informationszentrums Mittlerer Niederrhein mit Sitz im Kreishaus in Neuss hervor, mit dem ein stetiger Kontakt nach Brüssel sicher gestellt sei. Insbesondere das ESF.NRW-Programm könne helfen, die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt besser zu meistern.
Die Referenten vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Christoph Ehlert und Birte Ifang, stellten die Ziele und Fördermöglichkeiten des Europäischen Sozialfonds in NRW vor. Der ESF verfüge in den Jahren 2014 bis 2020 über 627 Millionen Euro und habe bis heute 305 Millionen für Projekte bewilligt, die 47 000 Teilnehmern zu Gute gekommen seien. Die Zuschussbereiche reichten von der Beschäftigungsförderung über die  Armutsbekämpfung bis hin zu Bildung und lebenslanges Lernen.

Im Vortragsblock der Euregio Rhein-Maas-Nord stellte deren Geschäftsführer Andy Dritty den deutsch-niederländischen Zweckverband mit seinen 29 Mitgliedern und den im Einzugsgebiet lebenden 2,4 Millionen Menschen vor und nannte als Ziel aller Bemühungen den Abbau von Grenzen jeglicher Art. Die fünf deutsch-niederländisch-belgischen Euregios erhalten bis 2020 zusammen 220 Millionen Euro für die Durchführung grenzüberschreitender Projekte, die im Gegensatz zur vergangenen Förderperiode auch einfacher zu beantragen sind, etwa mit Pauschalsätzen für Personalkosten.
Das INTERREG V a-Projekt „euregio Xperience“ wendet sich an die Berufkollegs sowie kleine und mittlere Unternehmen im deutsch-niederländischen Raum und hat zum Ziel, Unternehmen und künftige Auszubildende beziehungsweise Arbeitnehmer durch Sprachkurse oder Praktika zusammenzubringen. Außerdem stellte die Euregio-Geschäftsstelle grenzüberschreitende Projekte aus den Bereichen Digitalisierung und Oberflächentechnik vor, die noch offen für interessierte Unternehmen sind. Den Abschluss bildeten zwei Vorträge über Beratungsprogramme für Unternehmen, die mit ihren Mitarbeitern neue Wege in der Arbeitsorganisation und in der fachlichen Ausrichtung gehen wollen.

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