Erfolgreiche Forschung an den Kreiskliniken

Die erfolgreiche Forschung an den Rhein-Kreis Neuss Kliniken macht sich bezahlt: Dr. Karl Günter Noé, seit 2005 Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Kreiskrankenhaus Dormagen, hat jetzt seine Habilitation abgeschlossen und seine Arbeit als Privatdozent aufgenommen. Seit 2014 ist Noé zusätzlich zu seinen Aufgaben in Dormagen als Chefarzt im Kreiskrankenhaus St. Elisabeth in Grevenbroich tätig.

Noé, der international für seine Operationsmethoden bekannt ist, entwickelt seit Jahren in den Rhein-Kreis Neuss Kliniken neue Verfahren zur Behandlung von Beckenbodenerkrankungen der Frau. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit und Forschungsarbeit für die Universität Witten-Herdecke schuf er nun die Voraussetzung für eine Professur. Mittlerweile ist zu Noés Erfindung neuer OP-Techniken auch die Entwicklung von Operationsinstrumentarium gekommen. Dr. Michael Anapolski und Noé haben als erste in Deutschland ein Schutzsystem zur sicheren Bergung von Gewebe für die Bauchspiegelungstechnik entwickelt. Weiteres ist in Planung. Dank der Expertise ist Noé in Europa und darüber hinaus gefragt und wird als Tutor für Kurse oder Redner zu großen Konferenzen eingeladen.
Die Lehre liegt Noé besonders am Herzen. Daher reist er immer wieder, um Operationskurse abzuhalten oder zu begleiten. Im vergangenen Jahr hat er fünf europäische Universitätskliniken besucht, um dort seine OP-Methoden zu vermitteln. Er ist der deutsche Vertreter in der Internationalen Gesellschaft für Endoskopie in der Gynäkologie und bereist regelmäßig Schwellenländer, um dort zu unterrichten oder lokale Kongresse zu unterstützen. „Ich habe nie geglaubt, dass wir aus einem Kreiskrankenhaus heraus solche Erfolge haben würden“, gesteht Noé. Seinen ersten internationalen Preis erhielt er 2011 in London von der Europäischen Gesellschaft für gynäkologische Endoskopie. Seither ist er im Ausland gefragt. Mittlerweile schätzt auch die deutsche Arbeitsgemeinschaft für Uro-Gynäkologie den Einsatz des Mediziners. „Die Endoskopie ist mittlerweile fester Bestandteil in der Beckenboden-Chirurgie und der inzwischen innovativste Bereich. Vor allem künftige Methoden, die auf der Anzucht von Eigengewebe basieren, werden mit endoskopischen Techniken sehr gut kombinierbar sein“, freut sich der engagierte Arzt.

Die Ideen gehen dem frisch gebackenen Privatdozenten offenbar nicht aus. Im Juni reist er nach Kanada zur internationalen Beckenbodenkonferenz, um dort an der Entwicklung internationaler Empfehlungen mitzuarbeiten.

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