Eine Krone für den kleinen König

In einem spannenden Wettbewerb ermittelten die Kinder der Kindertagesstätte „Unserer Lieben Frau“ am Freitagvormittag in Jüchen am 22. Mai ihren Kindergarten-Schützenkönig für das Schützenfest 2015. Unter neun Bewerbern gelang es schließlich dem fünfjährigen Timo Rembges mit einem gezielten Wurf, den Papp-Vogel von seinem Gestell zu holen. Besonders großen Jubel löste der neue König bei seinem Vater aus: Michael Rembges ist selbst aktiver Jüchener Schütze bei den Sappeuren und in diesem Jahr König seines Zuges. Im Anschluss an den Vogelwurf wurde Sophie Strecker (6 Jahre) durch das Los zur Kindergarten-Schützenkönigin bestimmt.

Für eine Überraschung sorgte das „große“ Schützenkönigspaar: Sie überreichten dem neuen Kindergarten-Schützenkönig eine neue Königskette, da die alte Kette nach neunzehn Jahren „voll“ war. Unter dem Jubel der zahlreichen großen und kleinen Zuschauer präsentierte Kindergartenkönig Timo das neue Schmuckstück mit stolzer Brust. Seine Mitbewerber um die Kindergarten-Königswürde werden Timo Rembges an seinem Fest als Minister begleiten, während die potentiellen Königinnen nun als Hofdamen in schmucken Kleidern fungieren. Begeistert zeigten sich auch rund 70 Omas der Jüchener Kindergartenkinder, die vor dem Vogelwurf zum „Omafrühstück“ in das Marienheim der Jakobuspfarre eingeladen waren.

Nun fiebern die Kinder des Kindergartens dem Höhepunkt dieser Wochen entgegen: Am Freitag vor dem Jüchener Schützenfest (29. Mai) zieht das Kindergarten-Regiment zunächst um 10.30 Uhr zum Seniorenzentrum Haus Maria Frieden und anschließend zum „richtigen“ Schützenkönig, wo es eine Parade vor den kleinen und großen Majestäten geben wird. Bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun: Uniformen, Säbel, Schilder und Orden müssen gebastelt werden, und auch Übungsstunden im Marschieren steht auf dem Programm. Außerdem feiert Seine Majestät Timo in der kommenden Woche Geburtstag und zieht dann altersmäßig mit seiner Königin gleich. Feier-Stress im Hause des Kindergarten-Schützenkönigs, was Vater Michael aber nicht aus der Ruhe bringt: „Eine Party mehr oder weniger – es macht Spaß, und das ist die Hauptsache!“

 

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