Der Lückenschluss der L361n muss kommen

Der Vorstand der Bürgerinitiative pro Ortsumfahrung Kapellen-Wevelinghoven e. V. (pro O) hat sich am gestrigen Donnerstag mit dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD, Reiner Breuer im Düsseldorfer Landtag getroffen, um mit ihm über den Lückenschluss der geplanten Umgehungsstraße L361n zwischen Kapellen und Wevelinghoven zu sprechen. Wolfgang Esser, Vorsitzender von pro O, stellte ihm die Argumente vor, die für den Bau der fehlenden drei Kilometer der L361n (Variante II) sprechen. Esser betonte, dass die geplante Streckenführung nicht durch das Naturschutzgebiet „Schwarze Brücke“ verläuft, in weiten Teilen einen deutlichen Abstand zur Erft einhält und dass die Überquerung der Erft im Zuge einer lang gezogenen, in die Landschaft integrierten Brückenkonstruktion realisiert werden soll.

Außerdem machte er deutlich, dass nur die Realisierung der L361n die Verkehrsströme in Nord-Süd-Richtung an Kapellen und Wevelinghoven vorbeilenken kann. „Die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger an den Durchfahrtsstraßen ist unerträglich. Das Projekt muss jetzt in das nächste Planungsstadium – also die Planfeststellung – gehoben  werden“, sagte Esser. Reiner Breuer wies darauf hin, dass die NRW-Landesregierung einer Vorgabe des Landesrechnungshofes folgend dem Erhalt von Straßen eine höhere Priorität einräume als dem Neubau. Trotzdem versprach er, sich dafür einzubringen, den Lückenschluss der L361n in der Variante II in die Planfeststellung zu bringen, wenn es vor Ort gelingt, einen Konsens für das Vorhaben herzustellen. „Das Projekt steht in direkter Konkurrenz zu vergleichbaren Projekten im Land NRW und da muss die L361n jetzt bestehen,“ sagte Breuer.

Wolfgang Esser wies abschließend noch darauf hin, dass es keine Alternative zur geplanten Streckenführung der L361n (Variante II) gibt: „Die immer wieder genannte ‘Westtangente‘ ist nicht realisierbar und wäre eine Zumutung für die Neubürger im Neubaugebiet ‚Kapellental‘, ein Lkw-Fahrverbot ist wegen bestehender Lkw-Fahrverbote z. B. in Hemmerden und Hülchrath mangels Ausweichrouten nicht möglich und dass dasVerkehrsaufkommen größtenteils auf ‚Auswärtige‘ zurückzuführen ist, kann jeder selbst nachprüfen, indem er sich an eine Durchgangsstraße stellt und ‚fremde‘ Nummerschilder zählt!“

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