Bürgermeisterin Ursula Kwasny bekennt sich klar zur Braunkohle

Bürgermeisterin Ursula Kwasny betont in einer aktuellen Pressemitteilung, dass für sie die Braunkohle der wichtigste einheimische Energierohstoff sei, der in ausreichender Menge vorhanden ist (denn die Bundesrepublik Deutschland ist weltweit das größte Braunkohlenförderland) und subventionsfrei gewonnen werden könne. Somit werde auch in Zukunft eine zuverlässige Energieversorgung durch hochmoderne und flexible Kohlekraftwerke benötigt, so wie sie hier vorhanden sind. Die schon ohnehin starke Abhängigkeit von anderen fossilen Energieträgern (Öl, Gas oder Steinkohle) würde sich auch vor dem Hintergrund der Ukrainekrise, drastisch verstärken. 

 

Überhaupt frage sie sich, wie denn zukünftig Strom in ausreichender Menge erzeugt werden solle. Die Atomkraftwerke seien stillgelegt, die Gaskraftwerke werde geschlossen und jetzt die Braunkohlekraftwerke? Das Netz der alternativen Energien (Wind, Sonne, etc.) sei noch nicht flächendeckend ausgebaut und reiche zur Deckung des Bedarfs nicht aus. Wo soll der Strom herkommen?
Zudem habe sie den Eindruck, dass durch die neue Klimaabgabe der Stromsektor allein die Hauptlast am Klimaschutz tragen müsse. Vielmehr müssten auch alle anderen Bereiche wie Verkehr oder Landwirtschaft dazu beitragen. Diese vermisse sie hier jedoch. „Die daraus resultierenden Folgen sind schon schlimm, wenn man bedenkt, dass auch ca. 30.000 Stellen in der Braunkohleindustrie selbst und weit über 70.000 Stellen bei den Zulieferern und mittelständischen Partnerfirmen in der Region betroffen sind. Was dies für die Zukunft unserer Region bzw. für Grevenbroich bedeutet, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Der Stadt würde quasi das Lebenselixier genommen.“

 

Die Bürgermeisterin unterstützt vollumfänglich die Aussagen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hinsichtlich der Bewertung des Vorschlages von BMWi Gabriel. Die voraussichtlich am Mittwoch im Kreistag beschlossene Resolution könne sie auch für Grevenbroich unterstützen und mittragen. Sie werde dem Rat vorschlagen, sich dieser Resolution anzuschließen. Auch die morgige Demonstration (25. März) vor den Kraftwerken und dem Landtag sei ein deutliches Zeichen, das sie nur befürworten könne. Sie werde sich energisch dafür einsetzen – auch gemeinsam mit ihren betroffenen Amtskollegen/innen und dem Landrat -, dass die neue Leitentscheidung keine negative Entwicklung für das hiesige Braunkohlerevier und den Wirtschafts- und Industriestandort Grevenbroich – Rhein-Kreis Neuss – NRW hervorruft.

 

Ursula Kwasny wird morgen um 7 Uhr an der Mahnwache  am Kraftwerk Neurath teilnehmen und anschließend zur „öffentlichen Betriebsversammlung“ vor dem Landtag in Düsseldorf fahren.

Kommentare sind geschlossen.