Braunkohlewäldchen über Ostern gesperrt

Schwanenpaar findet Dino-Ei und versucht es zu brüten

„In der Natur kann alles vorkommen“, versichert Umweltschützer Norbert Wolf, „auch dass Schwäne ein fremdes Ei bebrüten. Alles nur Instinkt…“ Auf mehrfache Nachfrage zeigt er die Planungen für das bevorstehende Osterwochenende. Demnach wird das Braunkohlewäldchen auf der Stadtparkinsel nicht nur hermetisch abgeriegelt, sondern es wird auch rund um die Uhr durch muskelbepackte Security-Mitarbeiter (vielen Dank an das Best Body Fitnessstudio) bewacht werden.

Das Grevenbroicher Schwanenpaar hat wohl im dichten Schatten der Urwald-Mammutbäume ein ca. 40 cm großes Ei gefunden und in ihr Gelege gerollt. Das dauerte mehrere Stunden. Ornitologen beobachteten es und bestätigten, dass es sich nicht um ein Vogelei handeln konnte. Dafür sitzt der Schwan zu hoch. Aufgrund der eher ungewöhnlichen Kalkstruktur der Schale gehen Spezialisten eher von einem Reptilienei aus. Dr. Claus Behring – Leiter der Prähistorischen Abteilung des ortsansässigen Museums Villa Erckens – konnte sich dem Nest bis auf wenige Meter nähern, bestätigte den Verdacht und fügte hinzu, dass es den Eindruck macht, dass es sich um ein Tyrannosaurus-Ei handelt.

„Sollten die Grevenbroicher Schwäne mit ihrer Brutaktion erfolgreich sein, schafft es Grevenbroich nicht nur in das Guiness-Buch der Rekorde, sondern wird auch endlich den ersten Original Dino-Park eröffnen können“, freut sich Bürgermeisterin Ursula Kwasny. Für die nächsten Tage wird die Grevenbroicher First-Lady jeden Morgen die Schwäne besuchen und mit selbstgebackenem Weißbrot verwöhnen.

Peter Nobis gelang in einer Brutpause ein Foto von dem ungewöhnlichen Schwanenei. „Es hat das Volumen eines Best-Body Unterarms“, bestätigte er.

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