Anna Karina Hahn hat die Leitung des Kreismuseums in Zons übernommen

Nun hat sie „wirklich den Traumberuf“, wie sie sagt: Anna Karina Hahn (33) übernahm jetzt die Leitung des Kreismuseums in Zons von ihrer in den Ruhestand gegangenen Vorgängerin Angelika Riemann. Ihr Ziel formuliert sie klar und deutlich: „Wichtig ist es, dass die Leute berührt werden und etwas für sich mitnehmen, wenn sie unser Haus verlassen.“ Und dafür hat sie viele Pläne. 

Anna Karina Hahn ist ein „echtes Dormagener Mädchen“ – in Hackenbroich geboren und heute in Zons wohnend, hat sie das Abitur am Bettina-von-Arnim-Gymnasium bestanden. Sie studierte Geschichte und Germanistik in Bonn, hat sich gezielt im Kreismuseum beworben „und schnell gemerkt, dass das hier genau das Richtige für mich ist“. 2009 begann sie ein Volontariat in Zons, ein Jahr später wurde sie dort wissenschaftliche Mitarbeiterin und hat es nie bereut. „Ich habe früher viel gezeichnet und gemalt und bin immer schon gern in Museen gegangen“, begründet Hahn ihr Faible für die Kunst. „Die Richtung des Hauses grundsätzlich weiterführen“ möchte Anna Karina Hahn. Sie würde aber auch gern die Sammlung mit dem Schwerpunkt auf deutschem Jugendstil etwas erweitern – „etwa um französische und englische Exponate“. Auch auf Jugendstil-Schmuck hat sie ein Auge geworfen, „eben Dinge, die auf die alte Sammlung aufbauen und zu unserem Kreismuseum passen“.
Überhaupt möchte Anna Karina Hahn die Zielgruppe gerade im Bereich der jüngeren Generationen erweitern – etwa durch haptische (zum Berühren geeignete) Elemente und Themen, die ein breiteres Publikum ansprechen. Dazu sollen längst bewährte Veranstaltungen vom Ostereiermarkt übers Drehorgelfest bis zum Adventsmarkt genauso dienen wie neue Termine im Rahmenprogramm. So ist etwa bei der ab dem 12. Februar zu sehenden Ausstellung modern gestalteter Ostereier ein Frühstück mit Führung im Kreismuseum geplant, das 1972 eröffnet wurde und heute 15 000 bis 20 000 Besucher im Jahr zählt.
Wenn es ihre nun noch knapper gewordene Freizeit erlaubt, frönt Anna Karina Hahn dem Stepptanz. Außerdem mag sie Hunde und das Kochen, das Lesen („ganz gemischt von Grimms Märchen bis zum Thriller“) und das Reisen. Vor allem Schottland und der Norden haben es ihr angetan.

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