70 Monteure am „Bagger 285“ im Einsatz

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1976 hat der Schaufelradbagger 285 im Tagebau Garzweiler ca. 14.000 Kilometer zurückgelegt und rund 1,6 Milliarden Tonnen Kohle und Abraum gefördert. „Die hohe Beanspruchung rund um die Uhr und die vielen Fahrbewegungen haben naturgemäß Spuren am Lenkzylinder hinterlassen. Deshalb mussten wir ihn jetzt ausbauen und per Schwertransport zu einer Fachfirma nach Dortmund bringen, die den Zylinder neuwertig instand gesetzt hat“, erläutert Projektleiter Wolfgang Krichel. Die Stillstände für den Aus- und Wiedereinbau des Lenkzylinders (1,2 Meter Durchmesser, 48 Tonnen schwer) wurden von den 70 Monteuren auf der Baustelle auch für andere Reparaturarbeiten an dem Bagger genutzt. So wurden unter anderem der Schallschutz verbessert und die Hubwindenseile erneuert. Insgesamt lagen die Investitionen bei rund 1,3 Millionen Euro.

Für den optimalen und sicheren Ablauf der Montagearbeiten wurde eine aufwändige Vorrichtung konstruiert und  gebaut. Aus- und Wiedereinbau des Lenkzylinders dauerten jeweils ca. eine Woche. Damit der Baggerbetrieb während der dazwischen liegenden 5-wöchigen Reparatur des Lenkzylinders fortgesetzt werden konnte, haben die Fachleute der RWE Power eine spezielle Ansteuerung der Raupenketten entwickelt. Damit war auch ohne den Lenkzylinder ein behelfsmäßiger Lenkbetrieb möglich. „Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, der es gelungen ist, den Betrieb des Schaufelradbaggers 285 während der Reparatur des Lenkzylinders aufrechtzuerhalten. Dieses Beispiel zeigt, mit welchem Einsatz die mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RWE Power im rheinischen Revier sich für eine zuverlässige Stromversorgung engagieren – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Sie sichern mit der Gewinnung und Verstromung der heimischen Braunkohle rund 40 Prozent des Strombedarfs von Nordrhein-Westfalen“, betont Lutz Kunde, Leiter des Tagebaus Garzweiler.

Kommentare sind geschlossen.