62 Prostituierte sind im Rhein-Kreis Neuss angemeldet

Seit Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes verzeichnet der Rhein-Kreis Neuss 62 gesundheitliche Beratungen. „Es ist uns ein großes Anliegen, Frauen und Männern im Prostitutionsgewerbe die Möglichkeit zu bieten, den verbesserten Gesundheitsschutz, den verbesserten Schutz vor Gewalt, die verbesserten Optionen für die sexuelle Selbstbestimmung und die Durchsetzung der eigenen Rechte wahrzunehmen“, so der zuständige Dezernent Karsten Mankowsky.

Für die Beratungsgespräche wurde eine Stelle im Gesundheitsamt geschaffen und mit der Sozialpädagogin Magdalena Just besetzt, die viele gesundheitliche und soziale Themen anspricht. Obwohl die gesundheitliche Beratung obligat für Prostituierte ist, legt die Beraterin großen Wert auf eine offene, persönliche und vertrauensvolle Atmosphäre, in denen sich die Prostituierten sicher und geborgen fühlen. „Nur so ist es möglich, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und Probleme oder eventuelle Notlagen zu erkennen und anzusprechen“, erklärt Just. Um mögliche Sprachbarrieren auszuschließen werden bei Bedarf Dolmetscher bereitgestellt. Nach dem Beratungsgespräch erhalten die Prostituierten eine Bescheinigung, die Voraussetzung für die behördliche Anmeldung beim zuständigen Ordnungsamt ist. Zum Schutz der Privatsphäre kann die Anmeldung auch unter einem Alias-Namen geführt werden. Beratungszeiten sind montags bis donnerstags jeweils von 7 bis 11.30 Uhr beziehungsweise nach Vereinbarung unter Telefon (0 21 81) 601 54 33 oder online unter der Internet-Adresse https://termin.rhein-kreis-neuss.de/prostschg-beratung.html.

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